Die Jecken in Zweifall feiern zum ersten Mal Karneval auf dem Huck

Begeisterte Jecken : Zweifaller Karnevalstaufe für den „Huck“

Der „Huck“ in Zweifall an der Hellebendstraße erlebte an Altweiber seine Karnevalstaufe, da der Platz vor der Sparkasse, wo sonst gefeiert wurde, baustellenbedingt nicht mehr zur Verfügung stand.

Viele Jecke sind vom neuen Platz begeistert. Das Ziel ist der Veranstalter war klar: Endlich wieder mehr Menschen aus den Häusern locken, um gemeinsam zu feiern. Und es hat funktioniert. Nach der langen Sanierung sollte an Altweiber die neue Dorfmitte genutzt werden. Seit langer Zeit hat der veranstaltende Verein, das „Kinder-Musketier-Corps Zweifall“ (KMCZ) wieder ein Bühne aufstellen lassen, um der eigenen Tangruppe sowie den Karnevalsgesellschaften eine angemessene Plattform zu bieten.

„Unsere Veranstaltung soll wieder als Treffpunkt für Jung und Alt attraktiv werden. Daher haben wir uns diesmal auch viele Gastgesellschaften eingeladen, um die Leute wieder vor die Tür zu locken“, sagt Heide Franzen vom KMCZ. Ab 11 Uhr läuteten die kleinen und größeren Tänzer und Tänzerinnen vom KMCZ nicht nur den Straßenkarneval ein, sondern eröffneten auch gebührend das Bühnenprogramm. Die KG Zweifaller Karneval hatte auf der Bühne ein echtes Heimspiel und beherbergte ab 14 Uhr, als das Bühnenprogramm vorbei war, die feierlaunigen Jecken im Zelt auf dem Schulhof der Grundschule.

Eingeladen auf dem „Huck“ waren unter anderem auch die Karnevalsgesellschaften Vicht, Kupferstädter Kameraden und Echte Frönde. Prinz Yannik I. aus Mausbach kam mit seinem Hofstaat ebenfalls nach Zweifall, genau wie die Mausbacher Musikgruppe „Ne Hoof Jecke“. Aber auch die Zweifaller geizten nicht mit ihren Prinzen und so kamen zwei ehemalige „Adelige“, um gemeinsam zu feiern. Auch der Spielercorps 1925 Zweifall durfte am fröhlichen Nachmittag nicht fehlen.

„Unsere Kinder sollen den ursprünglichen Karneval so kennenlernen, wie viele ältere von uns ihn aus ihrer Kindheit kennen. Es wäre zu schade, wenn auch die letzte Straßenkarnevalseröffnung um 11.11 Uhr in Stolberg nicht mehr stattfinden könnte“, sagt Franzen. Der neue Ort an Altweiber kommt bei den vielen Zweifallern gut an, vor allem weil er abseits der Straße liegt, was besonders für die Nachwuchs-Jecken von Vorteil ist. Susanne Lewin besucht mit ihrer Tochter Sophie den Karnevalsauftakt und freut sich über den neuen Ort. „Gerade als Mutter finde ich es hier besser, weil es einfach geschützt ist“, sagt die als Giraffe verkleidete Zweifallerin. Sophie summt als Biene vor der Bühne und durch die Karnevalisten hindurch und tanzt zu der Musik. „Ein neuer Jeck wird hier gerade herangezüchtet“, sagt Lewin und guckt lachend auf ihre Tochter.

Der Fettdonnerstag ist in diesem Jahr bei feierfreundlichem und heiterem Wetter in Zweifall gut gestartet und der „Huck“ freut sich bestimmt im nächsten Jahr auf viele Besucher.

(anne)