Die Geschichte des „eisernen Rheines“

Ausstellung im Torburgmuseum : Die Geschichte des „eisernen Rheines“ und der Stolberger Industrie

Eisenbahnexperte haben eine Ausstellung zum Bahnverkehrim Stolberg erstellt. 21 großformatige Plakattafeln, die durch Exponate ergänzt werden, informieren über die 175-jährige Geschichte der Stolberger Eisenbahn sowie ihrer Bahnhöfe, Anlagen und Strecken.

Die Ausstellung, die den Titel trägt: „Der Eiserne Rhein und die Stolberger Industrie" wurde jetzt im Ausstellungsraum des Museums Torberg, Luciaweg, eröffnet.

Eisenbahnexperte Roland Keller sowie die Mitglieder des Museumsvereines Torburg, Hermann Frantzen und Christian Altena, haben eine Ausstellung zum Bahnverkehr erstellt. 21 großformatige Plakattafeln, die durch Exponate ergänzt werden, informieren über die 175-jährige Geschichte der Stolberger Eisenbahn sowie ihrer Bahnhöfe, Anlagen und Strecken. Die Ausstellung, die den Titel trägt: „Der Eiserne Rhein und die Stolberger Industrie“ wurde jetzt im Ausstellungsraum des Museums Torberg, Luciaweg, eröffnet.

Die Einführung in die Ausstellung hatten der Museumsvorsitzende Herbert Wiese und der Ausstellungsmacher Roland Keller übernommen. Sie ließen kurz die Geschichte des so genannten "Eisernen Rheines" Revue passieren, der 1835 als Teilstrecke zwischen Mechelen und Brüssel in dem damals jungen Staat Belgien seinen Anfang nahm. 1843 - acht Jahre später - folgte die Verbindung von Köln nach Aachen, die der damaligen Gemeinde Stolberg auf Eschweiler Gebiet einen kleinen Bahnhof bescherte. Dieser Bahnhof wurde im späten 19. Jahrhundert aufgegeben.

An seiner Stelle entstand 1888 an der Rhenaniastraße ein großes Bahnhofsgebäude, das die ehemaligen Haltepunkte Stolberg, Velau und Atsch vereinigte. Ausgehend von diesem neuen, großen Bahnhof nahmen in der Folgezeit weitere Eisenbahnstrecken ihren Betrieb auf, wie Wiese und Keller anlässlich ihrer Einführungsrede versicherten. Laut Keller verbanden sie die im Vichttal sowie in Münsterbusch und auf dem Donnerberg (Birkengang) liegenden Industriebetriebe mit Deutschland und dem europäischen Ausland.

Die großflächigen Plakattafeln hat Vereinsmitglied Christian Altena gestaltet. Er vereinigte die vom Eisenbahnexperten Roland Keller und dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Hermann Frantzen zur Verfügung gestellten historischen Fotos, Pläne und Grafiken sowie Texte zu einem ansprechenden Layout, das auch farbliche Akzentuierungen und Hinweise enthält. Der überwiegende Teil der präsentierten Fotos und Pläne stammt aus der reichhaltigen und umfangreichen Sammlung von Roland Keller. Keller verfügt über umfangreiche Informationen zur Stolberger Eisenbahngeschichte.

Schließlich leitet der Bahnexperte den monatlich stattfindenden so genannten Frühschoppen für Eisenbahnfreunde im Foyer des Stolberger Hauptbahnhofes und hat die Internetseite "Eisenbahn in Stolberg - Schienenverkehr rund um Stolberg/Rheinland" erstellt, die ständig aktualisiert und erweitert wird. Dargestellt werden in der Torburg-Ausstellung beispielsweise die Themen „Gleisanschlüsse ab Stolberg-Hammer“, „Güterbahnhof Münsterbusch“, „Rückbau von Bahnanlagen“, „Stolbergs erster Bahnhof“, „Optimierung der Bahnanlagen“, „Entstehung der Stolberger Strecken“, „Bahnbau Eiserner Rhein“, „Stolberger Talbahn“, „Bahnhof Stolberg-Mühle“, „Knotenpunkt Hauptbahnhof“ und „Die Euregiobahn“.

Am Rande der Ausstellung hatte Keller einige Exponate aus der Stolberger Eisenbahngeschichte platziert. So wurden unter anderem auf einem Tisch ausgestellt, Fragmente von Eisenbahnschienen präsentiert, die man um 1870 hergestellt hatte. Des weiteten war eine große Metallglocke zu sehen, die in den 1930er Jahren entstanden, einst zum Läutewerk einer Dampflok gehört hatte.

Gezeigt wird die Ausstellung „Der Eiserne Rhein und die Stolberger Industrie“ bis Sonntag, 23. Dezember (4. Advent) im Torburgmuseum am Luciaweg: Immer samstags von 13 bis 21 Uhr und sonntags von 12 bis 20 Uhr an den drei kommenden Adventswochenenden.

(doe)
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