Stolberg: Der Winterdienst droht: Lösung für Streusalz-Folgen?

Stolberg: Der Winterdienst droht: Lösung für Streusalz-Folgen?

Wo gehobelt wird, fallen Späne, und wo kräftig gestreut wird, fällt das Salz nicht immer nur dorthin, wo es hin soll. Erst recht dann nicht, wenn man die großen Salzstreuer des Technischen Betriebsamtes benutzt.

Um bei Schnee und Eis der Verkehrssicherheitspflicht gerecht zu werden, wird das Salzgemisch zwar entsprechend der Lage dosiert, aber immer wieder finden sich in Kurven und Engstellen auch Bereiche, in denen das Salz eben nicht nur auf die Straße, sondern auch in Beete und Hecken. Was wiederum die Eigentümer deshalb ärgert, weil die Pflanzen eine solche Salzdosis nicht vertragen und auch eingehen.

Rund 20 derartige Fälle aus der Winterzeit registriert Fachbereichsleiter Bernd Kistermann. Individuell bemühe sich die Stadtverwaltung dann um Schadenersatz, in dem sie beispielsweise Ersatzpflanzen stellt. Ganz unabhängig davon, dass lichte Stellen in einer schmucken Hecke ja durchaus unerwünscht sind, sind ja auch diese jungen Pflanzen im Zweifelsfall im kommenden Winter der nächsten Priese Salz ausgesetzt. Und wer weiß schon, wie viele Dosen Salz reichen, um einer Hecke endgültig den Garaus zu bereiten?

Deshalb erproben Anwohner und Technisches Betriebsamt in Büsbach eine neue Methode, wie eine gut situierte Buchenhecke mit passiven Schutzmaßnahmen vor dem Ableben bewahrt werden kann. Ein kleiner Bretterwall bis in die Höhe des Auswurfs der Streuvorrichtung der TBA-Fahrzeuge soll unerwünschten Salzflug abfangen. Die Vorrichtungen sind bereits entlang der Fahrbahn montiert, es fehlen noch die Schutzbretter und natürlich die Witterung, die den Einsatz der Streufahrzeuge erfordert.