Stolberg-Büsbach: Der Weg für einen neuen Spielplatz in Büsbach ist frei

Stolberg-Büsbach: Der Weg für einen neuen Spielplatz in Büsbach ist frei

Bis zum ersten Spatenstich werden sicherlich noch ein paar Wochen beziehungsweise Monate vergehen, aber der theoretische Teil ist so gut wie abgeschlossen: Wenn der Jugendhilfeausschuss sein Okay gibt und es einige Tage später auch im Rat mehrheitliches Kopfnicken gibt, dann ist der Weg frei für einen neuen Spielplatz in Stolbergs größtem Stadtteil Büsbach.

Nachdem es jahrelang keinen gegeben hatte, ist es auch der erste. Fürs Erste jedenfalls. Jugendamtsleiter Willi Seyffarth zeigt sich zufrieden: „Ich bin froh, dass wir diesen Schritt dann auch in 2013 umsetzen können!“ Im Bebauungsplan Nummer 68, Brockenberg, Stadtteil Büsbach, ist der Neubau eines Kinderspielplatzes vorgesehen, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Im Neubaugebiet Eburonenweg soll im Spätsommer ein Spielplatz für Kleinkinder im Alter von zwei bis fünf Jahren erstellt werden. Die Kleinen können dann, wenn alles nach Plan läuft, die letzten Sonnenstrahlen im Sandkasten, auf der Doppelschaukel oder dem multifunktionalen Spielturm genießen. Auf dem Kombi-Spielgerät haben sie vielfältige Spielmöglichkeiten: Sie können rutschen und klettern, balancieren und Kapitän spielen. „Es wird unterschiedliche Möglichkeiten geben, bei denen die Kinder ihre Fähigkeiten nutzen können. Es werden zum Beispiel unterschiedliches Aufstiege und Abstiege eingerichtet, damit die Zwei- bis Fünfjährigen in ihrer Bewegung gefördert werden“, erklärt Seyffarth.

Freude: Endlich soll in Büsbach wieder ein Spielplatz für Kleinkinder hergerichtet werden. Für die Eltern zwar ein erster Schritt, der Bedarf ist aber größer. Foto: J. Lange

Ob Kletterstange, Seil, Rampe oder Stufe: Hier hat das Jugendamt in Abstimmung mit dem technischen Betriebsamt und aus pädagogischen Gründen drei Spielplatzvarianten erstellt, die auf Kleinkinder zugeschnitten sind und deren Fähigkeiten berücksichtigen.

Drei Varianten ausgearbeitet

Nachdem der Jugendhilfeausschuss grünes Licht und durch Hauptausschuss und Rat entsprechende finanzielle Mittel bereitgestellt werden, möchte das Jugendamt die verschiedenen Gestaltungskonzepte sowie die Planung des Tiefbauamtes gemeinsam mit den Anwohnern erörtern. Der Termin soll dann auch kurzfristig vereinbart werden.

Weil im Haushalt für ein solches Projekt keine Mittel bereitstehen, sollen sie außerplanmäßig bereitgestellt werden. Dies wird deshalb möglich sein, weil voraussichtlich bei Straßenerneuerungen nicht alle Vorhaben kassenwirksam werden und somit Geld frei wird.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für den neuen Spielplatz auf rund 50.000 Euro. Darin enthalten sind 16.500 Euro für die Spielgeräte, 15.000 für die Zuwegung, 7000 für den Zaun. Der Fallschutz wird mit 6000 kalkuliert, der Wegebau auf dem eigentlichen Spielplatz mit 5000 Euro.

„Die Maßnahme muss umgesetzt werden, das ergibt sich aus dem SGB VIII. Die Jugendhilfe hat dazu beizutragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten und zu schaffen. Hierzu zählt auch, für Familien ein bedarfsgerechtes und wohnortnahes Angebot von Kinderspielplätzen bereitzuhalten“, erklärt Willi Seyffarth.

Darüber hinaus erkläre der Gesetzgeber, dass Maßnahmen und Angebote für junge Menschen und Erziehungsberechtigte vorhanden sein müssen, um sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen. Auch hier seien geschützte Spielräume wie öffentliche Kinderspielplätze vorgesehen, auf denen das gefahrlose Spiel auf Flächen, ausgestattet mit pädagogisch sinnvollen Spielgerätschaften, ermöglicht und eine wünschenswerte motorische aber auch soziale Entwicklung gefördert werde.

(ds)
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