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Der Vereinsvorsitzende der Jugendberufshilfe Stolberg ist tot

Nachruf : Trauer um Manfred Hansen

Manfred Hansen, der fast drei Jahrzehnte Vereinsvorsitzender der Stolberger Jugendberufshilfe war, ist in der vergangenen Woche gestorben. Die Mitarbeiter, die Vorstandmitglieder und die Mitglieder des Vereins sind zutiefst betroffen und traurig, einen so liebenswerten Menschen an ihrer Seite verloren zu haben.

Nachdem Ende der 1990er Jahre die Jugendberufshilfe Stolberg, fünf Jahre nach deren Gründung, eine erste Umbruchphase erlebte, gab es auch einen regen Wechsel im Vorstand des Vereins. Alleine in einem Jahr gab es drei Vorsitzende, die es nicht lange im Amt hielt.

Auf der Suche nach einer zuverlässigen Person, die langfristig Verantwortung für die vereinsseitige Geschäftsführung der Jugendwerkstatt übernimmt, wurde Manfred Hansen, der bereits maßgeblich am Aufbau der Jugendwerkstatt mitgewirkt hatte, gefunden – und er blieb mehr als 28 Jahre der Vorsitzende. Hansen ist es zu verdanken, dass die Jugendberufshilfe manche Schwierigkeiten, strukturell, finanziell oder personeller Art überstanden hat und somit bis heute zahlreiche Jugendliche in der Jugendwerkstatt betreut werden können. Selbst als Manfred Hansen aus beruflichen Gründen nach Krefeld und später nach Mönchengladbach ziehen musste, hat er der Jugendwerkstatt die Treue gehalten und ist Woche für Woche nach Stolberg gekommen, für ein Ehrenamt ohne jegliche Vergütung.

Manfred Hansen war niemand, der sich groß in die Öffentlichkeit drängte, es war die Jugendwerkstatt, die ihm am Herzen lag und nicht das Amt. Nach Innen sorgte er für eine gute Arbeitsatmosphäre, indem er das Prinzip von Eigenverantwortung und Kommunikation mit den Mitarbeitern auf Augenhöhe propagierte. Besonders wichtig war ihm ein guter Draht zu den Verantwortlichen der Stadt Stolberg, die ihn als Ansprechpartner sehr schätzten.