Stolberg: Der große Tag für Berliner „Icke“: Burggrafenfest für Uwe I.

Stolberg: Der große Tag für Berliner „Icke“: Burggrafenfest für Uwe I.

„Schon Kennedy war ein Schlawiner und meente: Ick bin ein Berliner!“ Mit Humor und „Berliner Schnauze“ hat Burgraf Uwe „Icke“ Giese in prunkvollem Kostüm die Herzen seiner „Untertanen für einen Tag“ gewonnen. „Ich glaub‘ es kaum, wenn ick mir zwicke, der Burggraf von Stolberg, dett bin jetzt Icke“, reimte der sympathische, in Berlin geborene Aachener, der in Stolberg arbeitet.

An der Seite seiner Lebensgefährtin Tamara Tak lobte er die Erste Große Stolberger KG als „bestes Stück bis hin zur Spree“, und nachdem Heinz Hartmann, Präsident der Ersten Großen, den neuen Burggrafen inthronisiert hatte, konnte sie beginnen, die Feier „von Stolberg bis nach Köpenicke“ mit Uwe I., genannt „Icke“.

Der Öcher Prinz Bernd I. (Marx) genießt seinen Auftritt beim Burggrafenfest. Foto: D. Müller

Seit 1990 ist Uwe I. im Öcher Fastelovvend aktiv in mehreren Karnevalsgesellschaften, 2010 regierte er als Volksprinz die Jecken in Richterich, heute noch ist er inaktives Mitglied in sechs Aachener KGs. So verwundert es nicht, dass das rund siebenstündige Programm des Stolberger Burggrafenfestes, das von „Ickes“ persönlichem Vertrauten Dieter Reißen moderiert und organisiert wurde, eine deutliche Prägung seitens der närrischen Kaiserstadt aufwies. Den zahlreichen Gästen aus Aachen zeigten sich der Kupferstädter Karneval und das Wahrzeichen Stolbergs von ihrer besten Seite: Viele „Öcher Ahs und Ohs“ waren zu vernehmen, denn das Burggrafenfest hinterließ einen durchweg positiven Eindruck.

Sportlicher Glanz: Zu den Gästen zählte die mehrfache Boxweltmeisterin Jessica „Sugar J“ Balogun. Foto: D. Müller

Der Rittersaal der Burg und der vorgelagerte Thekenbereich quollen aus allen Nähten, gesellige Gemütlichkeit, rheinisches Brauchtum, ein starkes Programm und das historische Ambiente der Burg vereinten sich zu einer jecken Mischung, die einzigartig in unserer Region ist und bestens für weitere Besuche in der Kupferstadt warb. Zum Beispiel bei der Aachener Prinzengarde, die mit dem Öcher Prinzen Bernd I. (Marx) auftrat, der Ersten Großen Brander KG und dem Bürgerprinzen Walter II. (Meurer), den Koe Jonge Richterich mit ihrem Volksprinzen Patrick I. (Poqué) und der KG Hooreter Frönnde und ihrem Kinderprinzen Felix I. (Prümmer).

Oder bei der Rathausgarde Oecher Dumjroeve und der KG Eulenspiegel, die mit ihren Gardetänzen für Begeisterungsstürme sorgte. Mit dieser „Öcher Übermacht“ hatten wohl einige „unbeugsame Ehrenhüter“ gerechnet und sich als Stolberger Gallier verkleidet. Asterix und Obelix, Druide Miraculix, Troubadix, der Schmied Automatix mit einem riesigen Hammer und der Fischhändler Verleihnix gaben ein witziges Bild ab, das eigentlich noch imposanter hätte sein sollen, wie Verleihnix Oberehrenhut Holger Schulz erklärte: „Prinzenbegleiter Eberhard Koslowski sollte unsere Gruppe ergänzen, wollte aber nicht als Wildschwein mitgehen.“ Aus gutem Grund, wie Koslowski meinte: „Ich habe einfach nicht genug Haare auf dem Rücken.“

Zur Unterhaltung der Ehrenhut-Gallier und aller gut gelaunten Gäste trugen mit den singenden Künstlern Nancy (Franck), „De Pöngche“ sowie Ramona und Roberto (Daum) Aachener Interpreten bei, doch selbstverständlich waren auch die Kupferstädter Auftritte viel umjubelt. Allen voran der des Stolberger Prinzen Edilio I. mit seinem spanischen Gefolge und der Ersten Großen.

Diese hatte zudem noch ihren Kinderprinzen Leandro I. (Mehl) mitgebracht, der sich beim Burggrafenfest in Gesellschaft weiterer Kupferstädter Kindertollitäten befand: Die KG Mölle war mit Isabel I. (Franck) mit von der närrischen Partie und die KG De Wenkbülle präsentierte Celine I. (Peters) im Rittersaal der Burg. Außerdem glänzte die KG Teuflische Jecke mit ihrer Gardetanzgruppe.

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