Stolberg-Mausbach: Den Fledermäusen ein Zuhause geben

Stolberg-Mausbach: Den Fledermäusen ein Zuhause geben

Früher sagten die Omas, dass sich Fledermäuse vorzugsweise in weiblichen Frisuren festsetzen, noch heute sagt ihnen mancher unstillbaren Blutdurst nach. Der Ruf der fliegenden Säugetiere ist jedenfalls nicht der beste.

Die Kinder der Grundschule Mausbach finden das nicht fair. Für den Wettbewerb „Schüler powern für die Umwelt” der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH haben sie sich mit den nachtaktiven Flattermännern beschäftigt und kommen zu dem Schluss: Fledermäuse sind ebenso nützlich wie faszinierend.

„Die fressen die Mücken weg”, sagt Justin, sechs Jahre alt. „Sie sehen nur schwarz-weiß und orientieren sich mit Schallwellen”, weiß die sechsjährige Kira.

Und Julian (10) sagt: „Nur die wenigsten von den 800 Arten trinken wirklich Blut.” Das neue Wissen sprudelt aus den Schülern förmlich heraus. Und weil die Kinder die Tiere nun so gut kennen, haben sie sie in ihr Herz geschlossen.

Sechs Fledermauskästen haben die Schüler unter Anleitung von Betreuerin Claudia Steins gebaut. „Ohne Boden, weil sie ja beim Schlafen auf dem Kopf hängen”, erklärt der siebenjährige Florian. Die Kästen bieten den Fledermäusen Rückzugsorte.

Denn davon gibt es wegen der zunehmend dichter werdenden Bebauung immer weniger, sagt Klaudia Ratzke, Leiterin des Projekts. „Nicht umsonst stehen viele Fledermausarten unter Artenschutz.”

Die Schüler sind sich einig: „Es ist wichtig, dass man auf die Fledermäuse aufpasst.” Und darüber freut sich Klaudia Ratzke: „Wir wollen, dass sich Kinder für die Umwelt engagieren. Das ist unser Grundgedanke.”

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