Stolberg: Dem Museum geht der Strom aus

Stolberg : Dem Museum geht der Strom aus

Der Charme des Historischen prägt nicht nur die Ausstellungsstücke, sondern auch das Museum in der Torburg selbst. 1968 baute sich das Technische Hilfswerk die frühere Ruine zur Unterkunft um und residierte bis 1982 dort. Dann mietete der Förderverein die Torburg von der Stadt und baute sie peu á peu als Museum aus.

Entsprechend antiquiert ist die elektrische Installation im Museum und dringend erneuerungsbedürftig. Rund 50.000 Euro müssten investiert werden — durch den Förderverein. Denn der Mietvertrag mit der Stadt regelt, dass diese für Außenreparaturen des Gebäudes als Vermieterin zuständig ist, während die Unterhaltung dem Förderverein obliegt.

Doch dieser sieht sich nicht in der Lage, in die Substanzerhaltung des Gebäudes zu investieren. Er finanziert sich lediglich aus Mitgliedsbeiträgen, Eintrittsgeldern und Spenden — mal eben genug, um den Betrieb des von Besuchern der Kupferstadt geschätzten Museums aufrecht erhalten zu können. Eine Investition in die Erneuerung der Elektroinstallation würde das Aus des Fördervereins und damit des Museums bedeuten.

Deshalb schlägt dem am Dienstag tagenden Hauptausschuss vor, dass die Stadt die notwendige Instandsetzung der Elektroinstallation übernehmen soll. „Wir stünden anderenfalls vor der Wahl, das Museum in Eigenregie zu betreiben oder es zu schließen“, warnt der Fachbereichsleiter. Denn ein Aus des Torburg-Museums als wichtigen kulturellen Anziehungspunkt wäre ein gravierender Rückschlag in alle bisher angelassenen Bemühungen zur touristischen Vermarktung und Steigerung der Attraktivität von Burg und Altstadt.