Stolberg: Das „Ritze” hat jetzt eine eigene Mensa

Stolberg: Das „Ritze” hat jetzt eine eigene Mensa

Der Ansturm setzt schon vor dem Klingelton ein. Um 13.10 Uhr soll die große Premiere am Ritzefeld-Gymnasium steigen, doch der Saal ist viel früher als vorgesehen gefüllt. Es ist nicht die Theater-AG der Schule, die die Aufmerksamkeit an diesem ganz besonderen Mittag erregt.

Vielmehr zieht die Eröffnung der Mensa die Gymnasiasten in ihren Bann. 145 haben sich für das erste Ma(h)l angemeldet und stehen nun Schlange vor dem schmalen Eingang, hinter dem sich einst der Kunst- und Medienraum befand und so manche Klausur geschrieben wurde.

Aus der Folterkammer”, wie der berühmt-berüchtigte Raum in Schülerkreisen genannt wurde, ist ein schmucker Speisesaal geworden, den die Schule in Eigenregie hergerichtet hat. 100 Plätze werden in dem angenehmen Ambiente geboten. Sie sind rasch besetzt, denn die Neugierde ist mindestens so groß wie der Hunger.

Auch Burghart Klein und Thomas Schellhoff lassen es sich nicht nehmen, an diesem ersten und somit in gewisser Weise historischen Mittagessen teilzunehmen. Der Schulleiter und der Verwaltungsdirektor des Bethlehem-Krankenhauses sind zufrieden mit dem Ergebnis der Zusammenarbeit, die sie am 9. Januar mit ihren Unterschriften besiegelt hatten. In der Küche des Krankenhaus wird das Essen zubereitet, das den Schülern ab sofort immer montags, mittwochs und freitags angeboten wird. „Wir freuen uns, dass es jetzt losgehen kann”, strahlt Schellhoff, der sein Personal aufgestockt hat, um dem Bedarf der Schule decken zu können.

Die Schüler - und natürlich auch die Lehrer - haben immer die Wahl zwischen einem vegetarischen und einem Vollkornmenü. Ihre Bestellungen geben sie jeweils in der Vorwoche ab - „bis spätestens Donnerstag”, so Burghart Klein. Zum Auftakt gab es Putenschnitzel oder Spaghetti - beides serviert mit einem Salat und von den Schülern mit großer Zufriedenheit aufgenommen.

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