Stolberg: Das nächste Programm umfasst 21,8 Millionen Euro

Stolberg : Das nächste Programm umfasst 21,8 Millionen Euro

Gut 13,3 Millionen Euro fließen im Rahmen des Entwicklungskonzeptes für die Talachse in die Aufwertung der Stolberger Innenstadt. Im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau West beteiligen sich Land und Bund mit 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Rund 10,6 Millionen Euro Fördermitteln steht ein Stolberger Eigenanteil von 2,66 Millionen Euro gegenüber.

Genauere Zahlen gibt es erst, wenn das Programm abgeschlossen ist. In diesem Jahr werden die letzten Förderanträge zu diesem Budget gestellt. Die Umsetzung wird bis 2020 laufen. Nach Fertigstellung des Bastinsweihers und der noch ausstehenden Vollendung des Kaiserplatzes laufen die Arbeiten an der Rathausstraße.

Im Herbst beginnt mit dem Abriss der Häuser Steinweg 38 und 40 sowie der Garagen an der Stielsgasse die Ausgestaltung des neuen Quartiersplatzes. Dann folgt — neben dem noch ausstehenden Beleuchtungskonzept und der Aufwertung des Mühlener Bahnhofes — mit der Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes das letzte Projekt aus diesem Fördertopf.

Doch nahtlos soll es an diesem südlichen Entree zur Innenstadt weitergehen mit der passenden Restaurierung des angrenzenden Heinrich-Böll-Platzes. Allerdings aus einem anderen Topf eines neuen Förderprogramms, für das sich die Kupferstadt beim Land bewirbt.

Schon seit 2015 laufen im Rathaus mit dem Einstieg in die strategische Sozialraumplanung die Vorbereitungen, um sich für dieses Anschlussprojekt qualifizieren zu können. Sie mündeten im Sozialbericht und dem Leitbild „Soziale Kupferstadt“. Sie sind wiederum die Basis für das Integrierte Handlungskonzept (IHKo), das das Entwicklungskonzept Talachse fortsetzen soll. Neben Maßnahmen in Ober- und Unterstolberg bis hin zur Velau werden Münsterbusch und Liester zusätzlich Bestandteil.

Wenig kommuniziert wurde bislang, das bereits mit Datum vom 18. Juni Heimatministerin Ina Scharrenbach die grundsätzliche Eignung des IHKo für eine Förderung bestehe — innerhalb der Programme „EFRE“ (Europäische Fonds für regionale Entwicklung) sowie „ESF“ (Europäischer Sozialfonds) in NRW. Scharrenbach, die sich im April selbst ein Bild vor Ort gemacht hatte, empfiehlt die Aufnahme des Handlungskonzeptes für das Förderprogramm Soziale Stadt.

Das IHKo soll der Stadtrat auf seiner Sitzung am 11. September nun detailliert auf seinen weiteren Weg bringen. In seinem finanziellen Volumen übertrifft das IHKo, das in diesem Jahr anläuft und mindestens bis 2023 definiert wird, das Vorgängerprogramm deutlich.

Auf Basis der ersten Konkretisierungsstufe beträgt das Gesamtvolumen von 21.875.502 Euro. Dazu erwartet Stolberg eine Fördersumme von 17.168.457 Euro aus Bundes- und Landesmitteln. Der Eigenanteil der Kupferstadt wird mit 3.612.886 Euro angegeben, der Anteil Dritter mit 764.158 Euro. Für Projekte mit einem Volumen von 330.000 Euro gibt es noch keine Förderzusage.

Auf Basis des Gesamtkonzeptes werden — analog zur Talachse — Jahr für Jahr einzelne Projekte geplant und eine Förderung dafür beantragt. Neben 21 Startermaßnahmen und 16 Schlüsselprojekten sollen in einer zweiten Stufe weitere zehn Maßnahmen angegangen werden.

Zu den Schlüsselprojekten zählen unter anderem eine Neugestaltung des Umfeldes des Geschwister-Scholl-Platzes sowie des Areals St. Hermann-Josef, das Begegnungshaus Grüntalstraße 5, der Rückbau der Vichtbachüberbauungen Steinweg 44 bis 48, Aufwertung des Mühlener Marktes, Machbarkeitsstudie für den Kaplan-Dunkel-Platz und seine Anlieger, das Projekt „Familie macht Schule“ sowie Sicherung und Ausbau der Kita Zauberkiste.

Mehr von Aachener Nachrichten