Stolberg: Das letzte Wort in Stolberg haben die jungen Wähler

Stolberg: Das letzte Wort in Stolberg haben die jungen Wähler

Das letzte Wort in diesem Kommunalwahlkampf haben die jüngsten Wähler. Wenn am morgigen Donnerstag im Museum Zinkhütter Hof die große Abschlussveranstaltung des Projektes „Das geht!“ stattfindet, werden viele Jugendliche und junge Erwachsene die Gelegenheit nutzen, um den Vertretern der Stolberger Parteien noch einmal auf den Zahn zu fühlen.

Das Bildungsbüro der Städteregion mit seiner „Koordinationsstelle Jugendpartizipation“ sowie der Aachener Stiftung Kathy Beys und dem Zeitungsverlag Aachen als Kooperationspartner verzeichnet in der Kupferstadt mit 180 Anmeldungen am gestrigen Abend einen absoluten Spitzenwert im Kreise der fünf teilnehmenden „Musterkommunen“. Zu denen gehören neben Stolberg Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler und Herzogenrath.

Entsprechend wird auch mit mehr als 200 Teilnehmern gerechnet, die sich ab 9 Uhr auf ein vielfältiges Programm freuen können. Den ersten zentralen Punkt werden die Workshops bilden, die sich unterschiedlichen Themen widmen und zum Mitmachen auffordern. In kleinerer Runde geht es unter anderem um das „Webradio Stimme Stolbergs“, den Umgang mit Rechtsextremismus in der Region und die Jugendzeitschrift „Extrawurst“. Nach einer kurzen Pause geht es weiter mit dem „Markt der Möglichkeiten“, auf dem sich Vereine, Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen und Jugendparteien vorstellen und das direkte Gespräch mit den Besuchern suchen.

Das soll es an- und abschließend auch in der „Arena“ geben. Ab 13 Uhr stellen sich die Kandidaten vieler in Stolberg antretenden Parteien ein letztes Mal vor dem Urnengang im direkten Vergleich den Wählern. Die Moderation übernehmen der Stolberger Arbeitskreis zu „Das geht!“ und das Jugendparlament, Verena Sauvage und Markus Schmitz werden die Auftaktrunde bestreiten, ehe sich das Publikum zu Wort melden und kritische Fragen stellen kann. Dabei schicken SPD, CDU und Die Linke mit Ferdi Gatzweiler, Tim Grüttemeier und Mathias Prußeit ihre Bürgermeister-Kandidaten ins Rennen. Auch der unabhängige Kandidat Alex Kaldenbach wird die Arena betreten. Hinzu gesellen sich Klaus Kratz (UWG), Bernd Engelhardt (FDP) sowie je ein namentlich noch nicht benannter Vertreter der Piratenpartei und der Grünen.

Wer nach der Podiumsdiskussion immer noch unentschlossen sein sollte, hat bis zur Wahl am kommenden Sonntag weiter die Möglichkeit, die Entscheidungshilfe zu nutzen, die der „Wahlchecker“ im Internet bietet. Der Stolberger Arbeitskreis hat in Zusammenarbeit mit unserer Zeitung 16 Thesen zusammengestellt, die positiv, negativ oder neutral bewertet werden können. Mit Hilfe des „Wahlcheckers“ kann der Nutzer feststellen, mit welchen Parteien er die meisten Übereinstimmungen hat. Die Thesen zu Stolberg gibt es im Internet unter http://www.aachener-stiftung.de/besonderes/wahlchecker-2014/stolberg.html.