Stolberg/Allmendingen: Conterganopfer kritisieren Pläne für neue Stiftung

Stolberg/Allmendingen: Conterganopfer kritisieren Pläne für neue Stiftung

Der Bundesverband Contergangeschädigter hat mit Empörung auf eine geplante Stiftung für Opfer durch den Pharmakonzern Grünenthal reagiert.

Das Vorhaben sei „eine unausgegorene und spontane Idee mit möglichst geringem finanziellem Einsatz”, teilte der Verband am Freitag im baden-württembergischen Allmendingen mit. Eine Stiftung sei von dem Stolberger Unternehmen schon häufiger als „Versuchsballon” ins Gespräch gebracht worden.

Der frühere Conterganhersteller Grünenthal hatte zuletzt erklärt, die Hilfsleistungen für die Opfer zu erhöhen. Dazu soll neben dem vor etwa einem Jahr aufgelegten Härtefallfonds für schwer Geschädigte eine Stiftung aufgebaut werden, in die Grünenthal und die Eigentümerfamilie Gelder einzahlen können.

Nach der Markteinführung 1957 hatten Tausende schwangere Frauen das als ungefährlich angepriesene Schlafmittel Contergan geschluckt und Kinder mit Fehlbildungen geboren. Weltweit gibt es rund 10.000 Opfer.

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