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Stolberg: CDU will „Pannenserie des Kämmerers endlich ein Ende bereiten”

Stolberg : CDU will „Pannenserie des Kämmerers endlich ein Ende bereiten”

„Kämmerer Dr. Wolfgang Zimdars ist mittlerweile ein Schaden für die Stadt und daher nicht mehr länger tragbar”, sagt Tim Grüttemeier und fordert SPD, Grüne und FDP auf, „endlich Farbe zu bekennen und diesem ein Ende zu setzen”.

Die versäumte Kündigung des Pachtvertrages eines Landwirtes, um das Neubaugebiet auf dem Duffenter erschließen zu können, ist der aktuelle Anlass für den Vorsitzenden der Christdemokraten, Konsequenzen zur Person des Ersten Beigeordneten einzufordern.

Es vergehe mittlerweile fast keine Woche mehr, in der nicht irgendeine Panne in der Verwaltung passiere, die viel Geld koste, bescheinigt Grüttemeier. „Sei es, dass bei Baumaßnahmen die Kosten für den Architekten vergessen werden oder wie in diesem Fall der Kämmerer vergisst, den Pachtvertrag zu kündigen, obwohl seit Jahren auf die Erschließung als Baugebiet hingearbeitet wird”, erklärt Grüttemeier.

Dann müsse die Stadt auch noch eilig eine hohe Entschädigung zahlen, damit überhaupt weitergearbeitet werden könne. „Der betroffene Landwirt freut sich zurecht über das gute Geschäft, aber die Stadt muss weitere Schulden machen”, merkt der CDU-Fraktionsvorsitzende an, dass das „jetzt rausgeworfene Geld unseren Vorschlag zu Schützen und Zweifaller Sportplatz hätte finanzieren können.”

Aber aus Kostengründe habe die Koalition das ja abgelehnt. Mittlerweile sei die Pannenserie im Rathaus über den Punkt hinaus, an dem man noch von Einzelfällen sprechen könne.

Dies treffe in besonderem Maße auf Kämmerer Dr. Wolfgang Zimdars zu, erklärte Grüttemeier gegenüber dieser Zeitung: „Seine Fehler sind nicht nur peinlich für das Image der Kupferstadt, sondern sie verursachen auch immense finanzielle Schäden.”

Schaden von der Stadt abzuwenden, haben alle Ratsmitglieder auf der konstituierenden Sitzung zugesichert, schlussfolgert der CDU-Vorsitzende: Dr. Zimdars sei ein Schaden für die Stadt, deshalb müsse der Rat diesem ein Ende setzen.

Im Übrigen zeigt die Opposition kein Verständnis dafür, dass der Bürgermeister den Stadtrat am Dienstag über diesen Fehler nebst der Dringlichkeitsentscheidung nicht informiert hat. Der Bürgermeister habe die Pflicht, den Rat über solche Vorfälle zu informieren, „auch wenn sie für ihn und seinen Ersten Beigeordneten unangenehm sind”, unterstreicht Tim Grüttemeier.