Stolberg: Burg wird zur Kulisse für Geschichten

Stolberg: Burg wird zur Kulisse für Geschichten

Wenn es am Abend des 27. Juni dunkel wird über Stolberg, dann sollen die Stadt und die Burg erst so richtig strahlen. Als ein Höhepunkt des Straßentheaterfestivals, das der Kreis Aachen seit einigen Jahren parallel zum CHIO in Aachen veranstaltet, wird die Stolberger Burg an diesem letzten Samstag im Juni mit einer aufwändigen Lichtinstallation in Szene gesetzt werden.

Rund um die Burg wird die Berliner Künstlergruppe „Grotest Maru” einen Parcours aus kleinen Theaterstücken, walk-acts, Performances, etc. entwickeln. Hierbei sollen alte Geschichten, Mythen, Legenden, Sagen, Erzählungen, Begebenheiten und Ähnliches aus der Geschichte Stolbergs aufgegriffen und szenisch umgesetzt werden.

An diesem Abend soll auf der Burg Stolberg eine künstlerische und kulturelle Begegnungsstätte geschaffen werden, in der an verschiedenen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten, Darbietungen zu bestaunen sind. Die Besucher sollen im Licht der von Kerzen und Scheinwerfern wunderschön beleuchteten Burg über mehrere Stunden unterschiedlichste künstlerische Darbietungen genießen können.

Das geht nicht ohne die tatkräftige Unterstützung der Stolberger. Bereits vor einiger Zeit hat die Kulturbeauftragte des Kreises Aachen, Dr. Nina Mika-Helfmeier, die das Projekt entwickelt hat, deshalb die örtlichen Vereine und Einrichtungen, aber auch Privatleute zur Mitarbeit in der „Erinnerungswerkstatt Stolberg” eingeladen. Sie sind aufgerufen, sich an der Realisierung des Projektes zu beteiligen und zu überlegen, in welcher Form sie sich einbringen können und wollen.

Regionale Geschichte soll durch eine künstlerische Darstellung für die Bevölkerung sinnlich erlebbar gemacht werden. Nur durch eine Vielfalt von Erinnerungen und Fähigkeiten könne ein buntes und attraktives Bild von Stolberg entstehen, so die Organisatoren. Anfang April trafen sich bereits 30 Vertreter aus 17 Vereinen und Stadtführer zur Vorstellung des Projektes „Erinnerungswerkstatt”.

Das nächste Treffen ist für den 27. April, 18 Uhr in der Villa Lynen geplant. Daran werden auch Künstler der Gruppe „Grotest Maru” und deren Leiterin Urs Berzborn, teilnehmen. Hier sollen die Vereine, Institutionen und Privatleute ihre Ideen und Geschichten vorstellen, um gemeinsam zu überlegen, in welcher Form sie in das Projekt einfließen können. Die Ideen sollen dem Kreis Aachen vorab bis zum 27. April kurz schriftlich mitgeteilt werden.

Alle Interessierte eingeladen

Eingeladen sind aber auch alle Interessierten, die sich noch gerne in das Projekt einbringen und bei der Umsetzung dabei sein wollen. Je mehr Stolberger sich an der Erinnerungswerkstatt beteiligen, umso bunter wird das Endergebnis werden. Die Gruppe „Grotest Maru” trifft sich auch gerne mit Zeitzeugen, Gruppen oder Vereinen, um sich in Interviews die Geschichten, Mythen oder Anekdoten aus der Vergangenheit Stolbergs erzählen zu lassen.

Aus dem so zusammengetragenen Material wird dann unter der künstlerischen Leitung von „Grotest Maru” und Nina Mika-Helfmeier ein Gesamtkonzept für den 27. Juni erarbeitet. Etwa eine Woche vor dem Auftritt werden die Künstler mit allen Teilnehmern die Aufführungen und Präsentationen vor Ort proben.

Das Projekt wird als Modellprojekt durch das Land NRW gefördert; es wird unterstützt von der Stolberg-Touristik.

Direkter Kontakt zur Erinnerungswerkstatt: Kreis Aachen, S 16 - Stabstelle für Projektentwicklung, Forschung und Gleichstellung, Zollernstraße 10, 52070 Aachen, 0241/5198-2663, E-Mail projekte-gleichstellung@kreis-aachen.de

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