Stolberg: Burg-Center: Andrang schon vor der Eröffnung

Stolberg: Burg-Center: Andrang schon vor der Eröffnung

Ab 7 Uhr gibt´s frische Brötchen, ab 8 Uhr kann man in Kindersachen stöbern, ab 9 Uhr haben die übrigen Mieter im neuen Burg-Center ihre Läden geöffnet.

Als Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und Investor Norbert Hermanns um 9.30 Uhr zum obligatorischen Scherenschnitt nebst Schlüsselübernahme schreiten haben die Stolberger das neue Fachmarktzentrum längst in Beschlag genommen. Rabatte, Angebote und Aktionen begleiten die Einweihung dieses Infrastrukturprojektes, das klare Signale in Richtung Innenstadt sendet. Selbst der obere Steinweg scheint an diesem Morgen belebter als üblich zu sein.

„Aber Stolberg darf sich auf diesen Ansiedlungserfolg nicht ausruhen”, mahnt Hermanns erneut. Die Belebung des Steinwegs und der weiteren Innenstadt bedürften große Anstrengungen. Gerne stehen Burg-Center und Kaufland dabei hilfreich zur Seite. Beispielsweise bei gemeinsam abgestimmten Marketing-Strategien und Werbekampagnen, sagt Hermanns. Aber es müssen auch Veränderungen her in der bestehenden Infrastruktur. Beim Zuschnitt von Geschäftslokalen. Bei der Erreichbarkeit, die die Investoren bereits durch den neuen Parkplatz an der Rathausstraße nachhaltig verbessert haben.

Mehr den Tourismus fördern

Und auch bei der touristischen Vermarktung von Burg und Altstadt sieht Hermanns weiteres Handlungspotential. Die Kupferstadt im Aachener Land kann sich da durchaus Monschau als Vorbild nehmen, um eine touristische Infrastruktur auch im Einzelhandels-Angebot des oberen Steinwegs zu fördern, rät Hermanns.

Mit der Eröffnung des Burg-Centers neben der Kaufland-Filiale sendet ein umfangreiches Warenangebot in einem attraktiven Umfeld wie ein Magnet seine Signale ins Umland, verdeutlicht Hermanns. Kaufkraft in Stolberg zu halten, und auch neue Kunden in die Kupferstadt zu locken, das ist die Botschaft, die nun von Oberstolberg ausgeht. Damit die Besucher dann vor Ort auch ein weitergehenders Angebot vorfinden können, bedürfe es allerdings deutlicher weiterer Anstrengungen, gibt der Entwicklungsexperte, der zurzeit auch die „Neue Mitte” in Baesweiler-Setterich ausgestaltet, den Stolbergern mit auf den Weg.

Wer seinen Weg nach Stolberg findet, hat es leicht. Entweder er steigt direkt aus dem Zug, denn die Euregiobahn-Haltestelle Altstadt liegt direkt vor der Tür von Burg-Center und Kaufland, oder er stellt sein Auto auf einem der über 500 kostenfreien Parkplätzen der Objekte ab - unter Kaufland oder über dem Burg-Center, wo das Dachgeschoss als Stellplatz dient. Auch ein Restaurant mit Ausblick und Dachterasse ist dort zu finden, während sich die derzeit 13 eingemieteten Geschäfte vorwiegend zur Passage öffnen. Bei der Einrichtung ist noch Doc Morris, im Setember folgt das Sportstudio und im Oktober das Kohler-Projekt „CBR Companies”.

Dass „Frauen Jäger sind”, wie Barbara Kohler es formulierte, das kann man an Vormittag im Burg-Center schon erleben. Sie sind klar in der Überzahl, erobern sich die neue Einkaufsmöglichkeiten, begutachten das Angebot und nutzen die schnelle Verbindung zwischen Lebensmittelmarkt und dem Non-Food-Angebot auf den insgesamt gut 5600 Quadratmeter Verkaufsfläche. Für die letzten 700 Quadratmeter freien Flächen mit Lage zum Willy-Brandt-Platz laufen Gespräche mit Interessenten.

Dort drängeln sich derweil noch die Autofahrer, die das Bequeme Parkdach noch nicht für sich entdeckt haben. Und unter dem Strich bietet das neue Projekt auch klare Impulse für den Arbeitsmarkt. „Über 100 neue Arbeitsplätze sind in Stolberg geschaffen”, freut sich Bürgermeister Ferdi Gatzweiler.

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