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Entscheidung fällt Ende Mai: Bürgerfonds soll Projekte der Stolberger fördern

Entscheidung fällt Ende Mai : Bürgerfonds soll Projekte der Stolberger fördern

Einen Bürgerfonds könnte es bald in Stolberg geben. Zumindest, wenn die Politik in ihrer Sitzung am Dienstag, 26. Mai, zustimmt.

Der Bürgerfonds ist ein Projekt aus dem integrierten Handlungskonzept „Berg- und Talachse – Miteinander für Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg“. Die organisatorische Verwaltung soll beim Sozialamt liegen und durch das Stadtteilmanagement unterstützt werden. Das Ziel des Fonds: Auf diese Weise sollen bürgerschaftliche Projekte im Quartier finanziell gefördert und Kooperationen unterschiedlicher Akteure gestärkt werden.

Ziele seien zudem nachhaltige und selbsttragende Strukturen zu schaffen, die Fähigkeit zur Selbstorganisation und Selbstbestimmung zu entwickeln, gesellschaftliches Mit- und Füreinander zu fördern, die Identifikation mit und das Verständnis von ­Stadtteilerneuerungsprozessen zu stärken, die Übernahme von Verantwortung für den Stadtteil zu unterstützen sowie die aktive Einbindung und Mitgestaltung der Bewohnerschaft in Stadtteilentwicklungs­prozessen zu ermöglichen.

Die Projekte sollen deshalb zur Teilhabe und Stärkung der Potenziale aller Einwohner beitragen, einen eindeutigen Bezug zum Stadtteil herstellen und teilraumübergreifende wie kooperative Perspektiven berücksichtigen, sich an konkreten sozialen Bedarfen für den Stadtteil orientieren und eine nachhaltige Ausrichtung verfolgen, einen Beitrag zur Chancengleichheit leisten beziehungsweise diese fördern, die Vernetzung und Kooperation sowohl der Akteure eines Handlungsfeldes wie auch zwischen verschiedenen Handlungsfeldern anregen beziehungsweise fördern. Dabei sollen Projekte, die der Stärkung der Akteure dienen, den Nutzen für Bürger beziehungsweise für den Stadtteil belegen und dokumentieren, ist in der Vorlage zu lesen.

Gegründet werden soll ein Bürgerfonds-Gremium, das demokratisch und transparent über die Verwendung der Mittel entscheiden soll. Die Verwaltung soll den Entscheidungsprozess beratend begleiten. Der Rat beschließt die Besetzung des Gremiums zusammen mit der Richtlinie für den Bürgerfonds.

Anträge an den Fonds können von Einzelpersonen, Gruppen, Initiativen, Vereinen, Verbänden, Kinder- und Jugendgruppen – vertreten durch eine geschäftsfähige Person – oder sonstige Institutionen aus dem Programmgebiet „Soziale Stadt“ gestellt werden.

(se)