Stolberg-Breinig: BSR-Radsporttag mit vielen Attraktionen

Stolberg-Breinig : BSR-Radsporttag mit vielen Attraktionen

Das schnellste je in Stolberg gefahrene Radrennen hat die Zuschauer ebenso begeistert wie das langsamste, das den Profis beim BSR-Radsporttag beinahe die Schau stahl: Das Laufradrennen mit fast 20 Kindern im Alter von ein bis vier Jahren zählte eindeutig zu den Höhepunkten des großen Sportspektakels in Breinig.

Voller Eifer gingen die Kleinen vor großer Kulisse ins Rennen und ernteten reichlich Applaus für ihren Einsatz. „Diese Neuerung im Programm des BSR-Radsporttags hat sich absolut bewährt, und im kommenden Jahr wird es wieder ein Laufradrennen geben“, versprach Rennleiter Markus Ganser.

Das neu ins Programm aufgenommene Laufradrennen für Kinder kam beim Publikum bestens an, und die Kleinen freuten sich über viel Applaus (Foto links). Reiner Sorge (Foto rechts), jahrzehntelang Rennleiter beim BSR-Radsporttag, gehört auch heute noch zu den freiwilligen Helfern, die in Windeseile den Rundkurs am Abend zurückbauen. Foto: D. Müller

Freilich hatte die von RSC Stolberg und RC Dorff ausgerichtete Veranstaltung noch viel mehr zu bieten: Beim Hauptrennen, das am Abend auf ausgeleuchteter Strecke endete, kratzte Sieger Justin Wolf am Stundenmittel von 50 Km/h, Frauen, Senioren und Jugend lieferten sich weitere sehenswerte Radrennen. Beim Einzelzeitfahren um den Rundenrekord kämpften die Fahrer gegen die Uhr, und das Derny-Rennen auf der Straße war einmal mehr eine besondere Attraktion. Zu vielen Scherzen aufgelegt war Rennsprecher Henning Tonn, und dafür dass von der ersten bis zur letzten Runde alle Rennen spannend waren, sorgten immer wieder Runden-Prämien, die von Sponsoren ausgelobt worden sind.

Rasante Rennen erlebten die Zuschauer beim BSR-Radsporttag hautnah. Im Hauptrennen fuhr der Sieger über 60 Runden einen Schnitt von 49 Km/h. Foto: D. Müller

Mehr als 150 solcher Prämien sind beim BSR-Radsporttag an die Aktiven ausgeschüttet worden. Hinzu kommen natürlich noch die Prämien für Sieger und Podest-Fahrer in den insgesamt elf Wertungen sowie diverse Gebühren, etwa an den Bund Deutscher Radfahrer oder die GEMA. „Der Kostenfaktor ist enorm, aber dank treuer Sponsoren und Unterstützer — allen voran unser langjähriger Hauptsponsor BSR — können wir den Zuschauern den Radsporttag bei freiem Eintritt bieten“, erklärte Ganser und ergänzte, wie wichtig die zahlreichen freiwilligen Helfer für das Gelingen der Großveranstaltung sind.

Grillgut, Waffeln und Getränke

Dazu zählten DRK und THW ebenso wie die tatkräftigen Helfer der Vereine RC Dorff und RSC Stolberg, denn die vielen Zuschauer an der Strecke wollten schließlich mit Grillgut, Waffeln und Getränken verköstigt werden. Entscheidende Bedeutung kam den Freiwilligen zu, die die Übergänge sicherten, so dass auch während der laufenden Rennen die Straße vom Publikum sicher überquert werden konnte. Im Vorfeld hatten die Ehrenamtler die Strecke abgesperrt und Umleitungen ausgeschildert, und kaum war die letzte Siegerehrung des BSR-Radsporttags vorbei, erfolgte schon der Rückbau: Helfer, die mittags aus den Straßen einen Radrennkurs erstellt hatten, waren auch am späten Abend noch voll motiviert und versetzten Breinigs Straßen in bemerkenswertem Tempo in den Originalzustand zurück.

Das eingespielte Team aus Organisatoren, Sponsoren und Helfern hat den Zuschauern wie den Aktiven einen BSR-Radsporttag mit besten Bedingungen geboten, wie viele positive Rückmeldungen belegten.

Zum Beispiel das Fazit von Justin Wolf nach gewonnenem Hauptrennen: „Es hat viel Spaß gemacht, in Breinig an den Start zu gehen. In die Dunkelheit hineinzufahren, ist eine tolle Abwechslung zu den üblichen Rennen, hier war eine Menge Publikum an der Strecke und die Stimmung war großartig.“ Zuschauer, Sponsoren, Teamchefs und Fahrer verabschiedeten sich mit Worten wie: „Schöne Veranstaltung, Markus!“ Dementsprechend zufrieden war Ganser. „Die Rennen waren spannend, die Resonanz war sehr gut, und es hat fast alles reibungslos geklappt.“

Mit dem einschränkenden „fast“ spielte Markus Ganser auf kleine Probleme beim Einzelzeitfahren „Rundenrekord“ an. Wie schon in den Vorjahren gab es zu Beginn bei der Zeitmessung technische Probleme, die dann aber behoben wurden. Eine einleuchtende Erklärung für die Anlaufschwierigkeiten lieferte Ganser gleich mit: „Das ist eben keine Routineangelegenheit. So ein Einzelzeitfahren auf der Straße wird nur einmal im Jahr gemacht — bei unserem BSR-Radsporttag in Breinig.“

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