Bruce Kapustas tritt mit seinen Weihnachtshits in Stolberg auf

Bruce Kapusta in Stolberg : Weihnachtshits angereichert vom Kölner Dialekt

Wenn der Kölner Entertainer und Trompeter Bruce Kapusta mit seinem Weihnachtsprogramm nach Stolberg kommt, trifft er jedes mal auf ein dankbares und begeistertes Publikum. Es war sein sechstes Konzert in der Kupferstadt.

Ein Publikum, das mit eigenem Gesang die Melodien begleitet, nicht mit Szenenapplaus spart und die Aufführung mit großer Resonanz, Aufmerksamkeit und Anwesenheit belohnt. So war es auch diesmal in der Velauer Kirche St. Franziskus, als der 44-jährige Musiker bereits zum sechsten Mal im Rhythmus von zwei Jahren am gleichen Ort auftrat.

Begleitet und unterstützt wurde das Kapusta-Programm von der Musikerin Chizuko Takahashi an der Violine und Annemie Lorenz, die als Erzählerin und Vorleserin besinnliche und heitere Weihnachtsgeschichten, überwiegend in Kölner Platt, zum Besten gab. Im Mittelpunkt der Aufführung stand selbstverständlich der Hauptdarsteller Bruce Kapusta, der wiederum ein Konzert auf hohem Niveau bot. Ein Konzert, das von seinen eigenen Trompeten- und Gesangsbeiträgen lebte und von kurzen Episoden aus der Advents- und Weihnachtszeit angereichert wurde.

Neben den traditionellen Weihnachtsweisen „Es ist ein Ros entsprungen", „Maria durch den Dornwald ging", "Gloria in excelsis Deo" und "Tochter Zion" bot Kapusta auch zahlreiche Stücke, die er in das Kölner Dialekt übertragen hatte. Dazu gehörten beispielsweise Melodien wie „Kutt ahn ihr Heete", „Oh Do Fröhlije", „Hösch, Hösch, Hösch" und „Hürt d'r Engel helle Leeder". Passend dazu wurden situationsbedingt Nebenschwaden gezündet oder der Altarraum, der als Bühne diente, wurde durch Licht- und Beleuchtungseffekte angereichert, die Schneeflocken und anderes projizierten.

Großartig waren auch die von Annemie Lorenz vorgetragenen Geschichten. Sie waren im Kölner Umfeld angesiedelt und drehten sich um die Erlebnisse der großen und kleinen dortigen Menschen, wenn Festvorbereitungen anstanden, Krippen gebastelt wurden, himmlische Wesen die Erde besuchten und Tannenbäume aufgestellt wurden. Wie eingangs berichtet, wurden diese Geschichten überwiegend in Platt vorgetragen. Sehr gut bemerkbar macht sich dabei auch die wohlakzentuierte Stimme von Annemie Lorenz, die im richtigen Moment je nach Inhalt, ihre Stimme hob und senkte. Auf vielfachen Wunsch des Publikums gab Lorenz auch noch mal die Geschichte vom „Käppchen" zum Besten: Deren Inhalt dreht sich um scheinbar seltsame Vorgänge beim Gottesdienst in einer katholischen Kirche, die ein unbedachtes und nicht eingeweihtes evangelisches Kind zu Fehlinterpretationen veranlasst.

Bruce Kapusta schloss sein Konzert nach mehreren Zugaben, mit der weltberühmten Melodie von Leonard Cohen „Hallelujah", wobei sich das Publikum von den Sitzen erhob und begeistert mitsang. Im Vorraum der Kirche hatten Gemeinderatsvorsitzender Gerd Düppengießer und sein Helferteam einen Glühweinstand aufgebaut, an dem es selbst gebackene Kekse gab.

(doe)