Stolberg: BKK Heimbach sucht die Partnerschaft mit Actimonda

Stolberg: BKK Heimbach sucht die Partnerschaft mit Actimonda

Auch nachdem die frühere BKK ALP plus zum 1. September vor einem Jahr ihren Sitz an die Aachener Hüttenstraße verlegt und in „Actimonda“ umfirmiert hat, wächst die Betriebskrankenkasse weiter.

Mit Beginn des kommenden Jahres fusioniert sie mit der Dürener BKK Heimbach und erhält 1350 Versicherte hinzu. Damit vergrößert sich die Anzahl der Actimonda-Versicherten ab Januar 2014 auf über 117.000. Mit der Fusion gehen keine Arbeitsplätze verloren: Die zwei Beschäftigten der BKK Heimbach werden in die rund 200-köpfige Belegschaft aufgenommen.

Wie einst die Stolberger Krankenkasse, so hat auch die BKK Heimbach ihre Wurzeln in einem Traditionsunternehmen. Es war der Filztuchfabrikant Thomas Josef Heimbach, der 1811 Düren als Stammsitz für seine Firma wählte. 1884 folgte die Gründung der BKK Heimbach, zeitgleich war in Stolberg die Geburtsstunde der Fabrik-Krankenkasse William Prym, aus der die actimonda Krankenkasse hervorgegangen ist. „Die BKK Heimbach gehört zu den ältesten Krankenkassen Deutschlands“, sagt Actimonda-Vorstand Josef Alt beim Treffen beider Verwaltungsräte im Aachener Hauptsitz, im Rahmen dessen die Fusion besiegelt wurde.

Dass die Heimbacher gezielt die Actimonda als Fusionspartner angesprochen hätten, erkläre sich aufgrund der Gemeinsamkeiten. Wie Heimbach, sei auch die Actimonda aus einer geschlossenen Betriebskrankenkasse hervorgegangen und in der Region zuhause. Der Standort Aachen, also das Bekennen zur Region, sowie ein langsames, aber solides Wachstum, sei genau im Sinne des Verwaltungsrates der BKK Heimbach.

Ebenso entscheidend sei die Erkenntnis, dass man als „kleine“ BKK allein auf Dauer nicht konkurrenzfähig bleiben könne. Mit dieser Fusion gebe es in der Städteregion Aachen und in Düren keine geschlossene Betriebskrankenkasse mehr. Noch vor etwa 20 Jahren waren es rund 30 in der Region.

Die bisherige Geschäftsstelle der BKK Heimbach in Düren bleibt erhalten. Mit der bestehenden Actimonda-Niederlassung gibt es dort dann zwei Anlaufstellen für die Versicherten. Während in der Aachener Hauptverwaltung 166 Mitarbeiter tätig sind, ist die Actimonda am früheren Stolberger Stammsitz noch mit zwei Geschäftsstellen vertreten: Im Prym-Werk betreut ein und am Willy-Brandt-Platz sieben Kundenberater die Versicherten in der Kupferstadt.

Zu den derzeit zehn Geschäftsstellen stößt im November eine elfte Niederlassung in Jülich hinzu sowie zum 1. Januar mit der Heimbach-Filiale in Düren die zwölfte Geschäftsstelle.

(-jül-)
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