Birgit Engelen präsentiert bei „Advent im Atelierhaus“ ihre Kunst.

„Advent im Atelierhaus“ : Viele Kunstliebhaber auf den Hammerberg gelockt

Unter dem Motto „Advent im Atelierhaus“ präsentiert Birgit Engelen ihre Werke. Beeindruckende Bildunikate und plastische Strukturen zeigten sich den Besuchern.

„Advent im Atelierhaus" nannte sich die vielfältige Adventsausstellung, die am ersten Adventswochenende viele Besucher hoch über die Altstadt in den Atelier- und Skulpturengarten von Birgit Engelen am Hammerberg lockte.

Neben ihren größeren Events, die die Künstlerin zweimal im Jahr organisiert und zu denen sie regelmäßig Gastkünstler einlädt (zuletzt beispielsweise zur abwechslungsreichen Ausstellung im August mit dem Thema „Bienensterben") fand diese eher kleine Veranstaltung zum sechsten Mal statt und präsentierte sich beeindruckend facettenreich, was wohl so manchem Besucher zu einem originellen Weihnachtsgeschenk verholfen hat.

Birgit Engelen selber präsentierte einige Exponate ihres Schaffens in der Reihe „Art of Book". Für diese künstlerische Ausdrucksform bearbeitet die Grafik-Designerin und Künstlerin ältere, ausgediente Bücher derart, dass sie am Ende eine Leinwandoberfläche erhalten, die sie dann mit ihrer Malerei in beeindruckende Bildunikate verwandelt.

Die Motive für diese Bilder findet Engelen ausnahmslos im Wald. Bei der Umsetzung berücksichtigt sie immer die buchspezifischen Gegebenheiten, Ornamente oder Prägungen, und arbeitet im Wald gefundene Vogelfedern mit in die Bilder ein.

Eine Methode, die der Oberfläche eine plastische Struktur verleiht. Die so entstanden Bilder haben eine faszinierende Tiefe, die unter anderem durch das Spiel mit Licht und Schatten erreicht wird und die einen geradewegs in das Buchinnere zu führen scheint, um es so auf eine neue Art zum Leben zu erwecken.

Pflanzen für eine besondere Raumatmosphäre

Auch zu sehen waren einige ihrer Skulpturen aus Porenstein, die den Außen- oder Innenbereich verschönern können. Die handgefertigten, einer alten japanischen Tradition entstammenden „Kokedamas", Moosbälle gefertigt zur Bepflanzung mit hochwertigen Zierpflanzen, Bonsai, Sukkulenten oder Kräutern, bezauberten durch ihren filigranen Charme, der sich absolut von der gewöhnlichen Pflanzenkultur abhebt. Die einfache Pflege und Handhabung ermöglicht es auch Menschen ohne grünen Daumen oder mit wenig Platz eine attraktive Raumatmosphäre zu schaffen.

Nachdem Bea Amend erst ihr eigenes Haus und ihren Garten mit den Ergebnissen ihrer Tonarbeiten bereichert hatte, beschloss sie, mit ihren Produkten auch andere Menschen zu erfreuen. Aus Ton, teilweise kombiniert mit Fundstücken aus der Natur, entstehen variationsreiche Gebrauchs- und Dekostücke mit farblich strahlend veredelten Oberflächen.

Da findet man Räuchervulkane, Hüte für Meisenknödel oder blütenreiche Skulpturen, die Freude schaffen. „Dabei," so verrät die Künstlerin, „weiss ich manchmal gar nicht, was entstehen soll, es passiert einfach so." Mit der Fertigung von individuellen Schmuckstücken und Bändern für Hundepfeiffen aus Naturmaterialien wie Leder und Horn, kombiniert mit Silberelementen, Halbedelsteinen und Perlen schaffen Barbara Becker und Daniela Ludwig harmonische Kleinkunstwerke. Da sie selber ihre Inspiration im Zusammenleben mit ihren Hunden zu finden scheint, ist es nur konsequent, dass sie mit dem Verkauf jedes einzelnen Schmuckstücks die „Retriever Nothilfe e.V." mit einem Euro unterstützen. Dieser attraktiven Auswahl an Kunstobjekten verdankte die Veranstaltung ihre zahlreichen Besucher.

(abu)
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