Stolberg: Bildungsbüro vermittelt zwischen den Grundschulen

Stolberg: Bildungsbüro vermittelt zwischen den Grundschulen

Die Begrifflichkeit klingt so diplomatisch wie es das Vorhaben als solches auch sein soll — und muss: Wenn am Freitag die Leiter der Stolberger Grundschulen zusammenkommen, beginnt für das Bildungsbüro der Städteregion Aachen die Arbeit.

Mit „Auftaktveranstaltung“ haben Ada-Sophia Luthe und Alfons Döhler die Veranstaltung überschrieben, bei der es sich eigentlich um eine reguläre Schulleiter-Konferenz handelt. Doch weil die Frage nach der zukünftigen Zahl der Eingangsklassen in den Grundschulen der Stadt weiterhin unbeantwortet ist und bis zum nächsten Anmeldeverfahren im Oktober eine Lösung gefunden werden muss, kommt der Versammlung eine besondere Bedeutung zu.

Dessen ist sich auch Ada-Sophia Luthe bewusst, die offiziell als „Schulentwicklungsbegleiterin“ auftritt und sich nach eigenen Angaben in erster Linie als Moderatorin sieht. „Wenn alle an einem Strang ziehen, ist es durchaus realistisch, bis zum Herbst einen Kompromiss zu finden“, erklärt die freiberufliche Mitarbeiterin des Bildungsbüros. Der kommende Freitag solle zunächst der gegenseitigen Information dienen und zudem die Möglichkeit bieten, Themen zu sammeln und kritische Fragen zu formulieren. „Wenn wir uns dann gleich zu Beginn des neuen Schuljahres in diesem Kreis wieder treffen, bin ich zuversichtlich, dass wir den Zeitplan einhalten werden.“

Diese Zuversicht teilt offenbar auch Günther Jansen. Der Sprecher der Grundschulleiter-Konferenz formuliert es so: „Der Wille aller Beteiligten ist da, mit der Enge dieses Zeitplans richtig umzugehen. Der Handlungsbedarf ist erkannt.“ Und er liegt in erster Linie darin, sich im Bereich der Stolberger City auf die Zahl der Eingangsklassen und somit ganz konkret auf die Zügigkeiten an den Grundschulen Donnerberg, Hermannstraße und Grüntalstraße zu einigen. „Das ist natürlich in erster Linie ein innerstädtisches Problem“, räumt Jansen ein, ergänzt aber umgehend: „Dennoch geht es hier um die Schulentwicklungsplanung für Stolberg.“

Das Thema Inklusion wird dabei zunächst eine untergeordnete Rolle spielen. „Dafür wird ein zweiter Prozess nötig sein“, ist der Sprecher überzeugt — und hat vermutlich im Blick, dass es nicht ganz einfach werden dürfte, die zum Teil doch recht unterschiedlichen Meinungen seiner Kollegen zur Zügigkeit in Einklang zu bringen. Denn die Sicherung des Klassenbestandes auf der einen Seite wird nicht ohne Verzicht auf der anderen Seite möglich sein.

(gro)