Stolberg: Bildungs- und Teilhabepaket: Perspektiven für Kinder und Jugendliche

Stolberg: Bildungs- und Teilhabepaket: Perspektiven für Kinder und Jugendliche

Die Angebote im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets der Bundesregierung sind in Stolberg bislang gut angekommen, sagt Willi Seyffarth. „Wir sind zufrieden, die Nachfrage ist da, der Bedarf sowieso.“ Zusätzlich zum ständigen Beratungs- und Aktionsangebot standen während der Sommerferien Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche auf der Agenda, darunter Sprachcamps und Seepferdchen-Schwimmkurse.

Ab dem 11. September geht es mit dem Angebot in den Kindergärten und Schulen weiter. Der Leiter des Stolberger Jugendamtes hofft mit seinen Mitarbeitern darauf, dass die eigens eingerichtete Arbeitsgruppe der Kinder- und Jugendperspektive auch nach dem 30. Juli 2014 weiter arbeiten kann.

Denn zu diesem Datum laufen die bewilligten Fördermittel des Landes aus. In Stolberg hatte man eigens Mitarbeiter eingestellt, um das die Angebote des Bildungs- und Teilhabepaket angemessen umsetzen zu können, sagt Willi Seyffarth. „Damit sind wir bewusst einen anderen Weg gegangen. Neben dem sozialen Dienst haben wir zusätzliches Personal, das sich ganz auf die Beratung und die Kooperation mit den Schulen und Kitas konzentriert.“

Auch jetzt, zum neuen Schul- und Kindergartenjahr, können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus einkommensschwachen Familien Leistungen für Bildung erhalten und Angebote am sozialen und kulturellen Leben teilhaben. Das Paket der Bundesregierung umfasst konkret Unterstützung bei Klassenfahrten, Tagesausflügen, Lernförderung, Mittagsverpflegung, Schulbedarf, Schulbeförderung und vor allem Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Ein Angebot, das in Stolberg komplett umgesetzt werden könne, versichert Seyffarth.

Zurzeit planen die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendperspektive die nächsten Aktivitäten. Eine Vorlage für die Politik soll zeitnah erstellt werden. Am Mittwoch, 11. September, stehen mit einem Waldprojekt in der Kindertagesstätte Foxiusstraße (9.30 bis 11 Uhr) und dem Musikprojekt Jekiss („Jedem Kind seine Stimme“) die nächsten Termine an. In der gleichen Woche beginnen auch die Kreativprojekte an der Kita Auf der Liester und in der Schule Prämienstraße. Für die Herbstferien steht eine Outdoor-Freizeit an. Die Mitarbeiterinnen der Kinder- und Jugendperspektive sind ansonsten auch ständig telefonisch zu erreichen: Angela Kaesler (Telefon 997797-22), Loredana Rubbeling (Telefon 997797-25) und Verena Ringering (Telefon 997797-24) beraten, helfen bei Fragen zur Leistungsbeantragung und koordinieren die Aktivitäten.

Mit der Auslagerung der Beratungsstelle in die Kupfermeisterstraße sei man ebenfalls den richtigen Weg gegangen, glaubt Seyffarth. „Die Menschen haben weniger Berührungsängste, nach dem Angebot zu fragen. Hier fällt der behördliche Charakter weg, man erlebt vielmehr eine Gesprächs- und Beratungssituation, fühlt sich weniger als Bittsteller beim Jugendamt.“Der Leiter des Jugendamtes wirbt für den Weg zur Beratung: „Die Leistungen und Maßnahmen stehen den Menschen zu, sie sollten keine Angst haben, diese anzunehmen“.

Und wo die Initiative, die Angebote anzunehmen, nicht von Eltern selbst ausginge, greife schließlich die Kooperation mit den Schulen und Kindergärten, sagt Willi Seyffarth. Leider sehen nicht alle Eltern die Notwendigkeit, ihrem Kind Horizonte zu eröffnen. An dieser Stelle wollen wir bereit sein.“

(alba)
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