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Tennisclub Blau-Weiß Stolberg: Besondere Umstände bei den 7. Stolberg Open

Tennisclub Blau-Weiß Stolberg : Besondere Umstände bei den 7. Stolberg Open

Gesundheit lautete das bestimmende Thema während der vom TC Blau-Weiß Stolberg ausgerichteten 7. Auflage des Tennis-Leistungsklassenturniers Stolberg Open. Am Finalwochenende kam zusätzlich die Hitze dazu und sorgte für schweißtreibende Spiele.

„Die Gesundheit der Spieler sowie der Zuschauer hatte für uns immer absolute Priorität!“ Lydia Flink, Vorsitzende des Tennisclubs Blau-Weiß Stolberg, blickte am Samstag, dem Finaltag der 7. Auflage des Leistungsklassenturniers „Stolberg Open“, auch mit einer gewissen Erleichterung auf die zurückliegenden zwei Wochen zurück.

An allen 15 Spieltagen stand die Umsetzung des Coronavirus-Sicherheitskonzepts auf und neben den Plätzen im Fokus. Auf der Zielgeraden des hochklassigen Tennisturniers kam dann noch der Schutz vor den extremen Temperaturen hinzu. Kurzentschlossen verlegten die Verantwortlichen des BW-Vorstands und des Organisationsteams den Start der Finalspiele auf die frühen Vormittagsstunden des Samstags.

Das Endspiel der Herren 60-Konkurrenz zwischen den Vereinskameraden Gerd Plinz und Detlef Spölgen (beide Post-Ford-Sportverein Düren) begann bereits um 9 Uhr. 60 Minuten später ging es auf gleich sechs Plätzen weiter. So setzte bereits um kurz nach 13 Uhr ein unerreichbarer Stoppball, mit dem Benjamin Hill (GW Aachen) das Herren-Finale gegen Patrik Glowaki (Eschweiler SG) sehenswert beendete, den Schlusspunkt unter ein Tennisturnier der besonderen Art.

 Sicherheitsmaßnahme: Zwei Wochen lang wurden nach jeder Partie die Pausenbänke der Spieler desinfiziert. Am Finaltag übernahm unter anderem Herbert Pfeil, 2. Vorsitzender des TC Blau-Weiß Stolberg, diese Aufgabe.
Sicherheitsmaßnahme: Zwei Wochen lang wurden nach jeder Partie die Pausenbänke der Spieler desinfiziert. Am Finaltag übernahm unter anderem Herbert Pfeil, 2. Vorsitzender des TC Blau-Weiß Stolberg, diese Aufgabe. Foto: Andreas Röchter

„Die aufgrund der außergewöhnlichen Situation notwendige Disziplin wurde sowohl von den Aktiven als auch den Zuschauern erbracht“, konnte Carmen Müller, Pressewartin und Hygiene-Verantwortliche, nach durchaus aufreibenden Tagen aufatmen. „Ich denke, wir haben alles getan, was in unseren Kräften stand“, unterstreicht sie den im Vergleich zu den Vorjahren noch größeren Aufwand, der betrieben werden musste, um die Stolberg Open auch in diesem außergewöhnlichen Jahr stattfinden lassen zu können.

Nach jeder Partie wurden die Pausenbänke der Spielerinnen und Spieler desinfiziert. Jeder Besucher musste sich in eine Liste eintragen, damit im Falle eines Falles etwaige Infektionsketten zurückverfolgt werden können. Das gesamte „Drumherum“ wurde auf ein Minimum reduziert. So fanden die Siegerehrungen direkt nach den Endspielen im kleinstmöglichen Rahmen statt. Die ansonsten übliche Gesamtsiegerehrung entfiel.

 Blick von oben auf das Geschehen: Die Anlage auf dem Hammerberg erlaubte es den Zuschauern, die Partien in kleinen Gruppen zu verfolgen und dennoch den gebotenen Abstand einzuhalten.
Blick von oben auf das Geschehen: Die Anlage auf dem Hammerberg erlaubte es den Zuschauern, die Partien in kleinen Gruppen zu verfolgen und dennoch den gebotenen Abstand einzuhalten. Foto: Andreas Röchter

„Auf diese Art und Weise ist es uns gelungen, trotz der nachvollziehbaren Einschränkungen tollen Sport auf den Plätzen zu präsentieren und auch den Zuschauern eine schöne Atmosphäre zu bieten“, erklärt Lydia Flink. Die in den zurückliegenden Jahren häufig „pickepackevolle“ Terrasse sei diesmal natürlich wesentlich weniger frequentiert worden.

Stattdessen habe sich das Publikum auf die mit Stühlen ausgestattete „Naturtribüne“ entlang der Plätze zwei bis fünf verteilt, wo die Abstände eingehalten werden konnten. „War es auf der Terrasse doch einmal kurzzeitig zu eng, wurde ein kurzer, aber unmissverständlicher Hinweis von den Gästen sofort akzeptiert“, betont auch Raymond De Waele vom Organisationsteam.

 Schatten nutzen und Flüssigkeitszufuhr lauteten am Samstag die Gebote der Stunde am Finaltag der Stolberg Open: Hier erholt sich Achim Zimmermann (BG Eschweiler), Sieger der Herren 50-Konkurrenz, während seines Endspiels gegen Volker Achenbach (RW Jülich) von den vorausgegangenen Strapazen.
Schatten nutzen und Flüssigkeitszufuhr lauteten am Samstag die Gebote der Stunde am Finaltag der Stolberg Open: Hier erholt sich Achim Zimmermann (BG Eschweiler), Sieger der Herren 50-Konkurrenz, während seines Endspiels gegen Volker Achenbach (RW Jülich) von den vorausgegangenen Strapazen. Foto: Andreas Röchter

Der ehemalige Vorsitzende zeigte sich beeindruckt von der sportlichen Qualität der 7. Stolberg Open: „Diese konnte im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal gesteigert werden.“ Der gute Ruf des Turniers entwickle eine positive Dynamik. „Gute Spieler ziehen weitere gute Spieler an“, sieht Raymond de Waele optimistisch der 8. Auflage im kommenden Jahr entgegen.

Bis dahin, so versichern Lydia Flink, Carmen Müller und Raymond De Waele auch im Namen ihrer Mitstreiter, soll an weiteren Konzepten gefeilt werden. In der Hoffnung, dass 2021 wieder mehr Normalität eingekehrt ist.