Stolberg: Berhard Stein gewinnt den Wanderpokal des Euregio-Classic-Cup

Stolberg : Berhard Stein gewinnt den Wanderpokal des Euregio-Classic-Cup

Im Euregio-Classic-Cup sind mehrere Motorsportvereine aus der Euregio zusammengeschlossen, die touristische Ausfahrten sowie tourensportliche und sportliche Orientierungsfahrten und Rallyes organisieren. Zugelassen sind Oldtimer und Fahrzeuge mit einem Mindestalter von 30 Jahren. Im Jahr 2017 konnten bei insgesamt 31 Veranstaltungen Punkte gesammelt werden.

Dabei werden die sechs persönlich besten Ergebnisse jeweils zur Meisterschaft gewertet. Die Teilnehmer des Cups kamen aus dem Gebiet vom Niederrhein bis zur Eifel sowie von Ostbelgien bis zum Bergischen Land. Jetzt fand die Meisterschaftsfeier für das Jahr 2017 in Gut Schwarzenbruch bei Stolberg statt. Über einhundert Personen waren zugegen, um den Saisonschluss in feierlichem Rahmen zu begehen und hierbei die Jahressieger zu würdigen.

Im Gesamtklassement wurden Pokale bis zum 18. Platz vergeben, wobei auch fünf Damen entweder als Fahrerin oder als Beifahrerin kräftig mitmischten. Die ersten drei Plätze hatten sich Bernhard Stein aus Kalterherberg (68,17 Punkte), Klaus Schewior aus Jüchen (67,05 Punkte) und Artur Beissel aus Stolberg (64,77 Punkte) gesichert.

Mit Bernhard Stein stand erstmals eine Einzelperson als Meister fest, waren doch in den vergangenen Jahren stets Zweierteams gemeinsam als Sieger geehrt worden. Dies war nun 2017 anders, da der diesjährige Meisterschaftsgewinner im Laufe des Jahres als Beifahrer mit verschiedenen Fahrern unterwegs war und dabei in den unterschiedlichsten Fahrzeugen gesessen hat.

Die ECC-Ergebnisliste hatte er 2017 bereits das ganze Jahr über angeführt und seine Platzierung zum Saisonende bei der niederländischen Rallye „Limburgia Trophaeum“ mit einem souveränen Sieg in der Masterklasse eindrucksvoll untermauert.

Stein hat an 14 zum Cup zählenden Fahrten teilgenommen, hierbei saß er u.a. in so schönen Fahrzeugen wie einem Jaguar Mark II aus dem Jahr 1961 oder einem Triumph TR 250 aus dem Jahr 1968. Am liebsten fährt er natürlich bei seiner Tochter Eva-Maria Stein in seinem eigenen Oldtimer mit, einem seltenen Datsun Fairlady Roadster 2000 aus dem Jahr 1969.

Pokal wandert weiter

Der Zweitplatzierte, Klaus Schewior, hatte mit seinem Stammfahrer in den vergangenen Jahren bereits viermal den Meistertitel errungen. Falls er im abgelaufenen Jahr 2017 wiederum gewonnen hätte, wäre der schon seit 2009 im Umlauf befindliche Wanderpokal endgültig in seinen Besitz übergegangen. So ging der Wanderpokal nun nach acht Jahren für ein Jahr an Bernhard Stein und wartet immer noch darauf, irgendwann einen dauerhaften Eigentümer zu finden.

Die weiteren Platzierungen gingen an Ernst-Willi Kreitz vom MSC Heiligenhaus (4. Platz), Marc Kistemann aus Eynatten vom RAMC Eupen (5. Platz) und aus Rott an Hans Lautermann mit Tochter Klara von der Ecurie-Aix-la-Chapelle Aachen (6. Platz). Roberto Conego vom DMC Düren (7. Platz), Rainer Keuser aus Hauset von der Ecurie-Aix-la-Chapelle Aachen (8. Platz) und Klaus Derondeau vom DMC Düren (9. Platz) machten dann die einstelligen Platzierungen komplett.

Neben der Ehrung der Platzierten wurden als Sieger der drei verschiedenen Kategorien Klaus Schewior vom MSC Dülken (Sport), Bernhard Stein vom MSC Höfen (Tourensport) und Rolf Heilmann von der Thunder-Mountain-Classic (Touring) geehrt. Die auch im Jahr 2018 wieder mehrere Fahrten durchführende Veranstaltergemeinschaft des „Euregio Classic Cup“ besteht derzeit aus den Vereinen der Ecurie Aix-la-Chapelle Aachen, dem Automobilclub AC Eschweiler, dem Royal Auto Motoclub RAMC Eupen, dem Dürener Motorsportclub DMC, dem Motor-Sport-Club MSC Huchem-Stammeln sowie dem Euregio-Classic-Cup ECC selbst.

Unterschiedlich schwer

Es werden Fahrten in den Kategorien Touristik, Tourensport und Sport angeboten, die jeweils unterschiedliche Schwierigkeitsgrade haben. So findet man im Bereich Touristik auch Fahrten unter dem Motto „Fahren und Genießen“ bis hin zu ziemlich kniffligen Aufgabenstellungen im Bereich Sport. In welcher Kategorie man fahren möchte, kann man selbst entscheiden.

Allen Fahrten ist gemeinsam, dass es sich um oldtimergerechte Veranstaltungen handelt, bei denen es nicht um hohe Geschwindigkeiten geht. So kann man auch mit schwach motorisierten Fahrzeugen an den Veranstaltungen problemlos teilnehmen.

Vielmehr geht es darum, dass der Beifahrer aus dem Bordbuch die richtige Fahrstrecke erarbeitet und man unterwegs je nach Kategorie unterschiedliche Aufgaben lösen muss. Dies kann im Touristikbereich z. B. das Auffinden von verschiedenen am Wegesrand liegenden Motiven sein. Üblicherweise muss eine Bordkarte ausgefüllt werden, mit der dann nachgewiesen wird, dass man den richtigen Weg gefunden hat. Im Tourensport sollte einem das Lesen von Straßenkarten keine großen Probleme bereiten, damit man sich nicht zu oft verfährt.

Und in der Kategorie Sport können schwierigere Orientierungsaufgaben auf einen zukommen, für deren Lösung man schon eine gewisse Routine mitbringen sollte. Insbesondere in der Kategorie Touristik ist aber vielen Oldtimerbesitzern und Teilnehmern das Ergebnis nicht so wichtig wie das angebotene gesellige Ereignis und der fachsimpelnde Austausch mit gleichgesinnten Personen. Dies macht dann wesentlich mehr Spaß als auf eigene Faust mit dem Auto eine „Spazierfahrt“ zu unternehmen.

Wer weitere Informationen zum Euregio-Classic-Cup, die Auflistung aller in 2018 angebotenen Fahrten oder die detaillierten Siegerlisten sucht, findet diese unter www.euregio-classic-cup.de

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