Stolberg: Behindertenbeirat: Sprechende Fahrstühle und Parkplätze

Stolberg: Behindertenbeirat: Sprechende Fahrstühle und Parkplätze

Schon länger beschäftigt sich der Behindertenbeirat in Stolberg mit der Parksituation am Bethlehem Gesundheitszentrum. Nun gibt es eine Rückmeldung des Krankenhauses. Die Parkplätze sind hergerichtet und der Beirat wird zu einem Ortstermin eingeladen. „Endlich — so lange haben wir für die Plätze gekämpft,“ freut sich Marita Stahl.

Die Vorsitzende ist zu Beginn der Sitzung im Rathaus wieder gewählt worden. Die nächsten zwei Jahre wird sie sich gemeinsam mit ihrem Vertreter Hubert Schüller für die Anliegen des Rates einsetzen. Dieser setzt sich vor allem für mehr Mobilität für Menschen mit Behinderung im Raum Stolberg ein. „Wir packen das an was notwendig ist, das was gerade anliegt,“ betont Stahl.

So beschäftigten sich die Mitglieder auch mit den fünf Personenaufzügen im Bethlehem Krankenhaus. Davon sind zwei mit einer akustischen Ansage ausgestattet, die blinden Mitbürgern den Weg weisen. Geplant ist, dass die drei weiteren Fahrstühle nach Fertigstellung der gesamten Umbauten, mit dem modernen Sprachsystem nachgerüstet werden. Auch Nachbarkommunen haben einen Behindertenbeirat oder Beauftragten. Den Stolbergern ist es wichtig Kontakt zu diesen aufzubauen um sich über erreichte Ziele und Vorhaben auszutauschen zu können.

Ein erster Versuch über die Arbeit der anderen informiert zu werden scheiterte jedoch, da der Vorsitzende des Behindertenbeirates aus Eschweiler der Einladung zur Sitzung ins Stolberger Rathaus nicht folgte. Zur nächsten Versammlung will auf Beschluss des Rates, Martina Harperscheidt, Geschäftsführerin der Geschäftsstelle, in einer anderen Stadt in der Region den Vorsitz anfragen. Unterstützt wird der Beirat zudem von Frau Öbel, als Vertreterin der Verwaltung und Willi Seifert. Ein weitere Punkt auf der Tagesordnung ist die Berichterstattung über die offizielle Übergabe der Wasserspielgeräte, die mit finanziellen Mitteln der Hubertine-Heine-Stifung angeschafft wurden.

Im Hallenbad Glashütter Weiher bringen sie sowohl Kinder mit wie ohne Behinderung Freude beim Spielen. Seit den Herbstferien sind das Trampolin, der Laufsteg und die Rutsche nun im Einsatz. In Zukunft ist es Vertretern der Regenbogenschule wichtig, dass ihre Schüler die Geräte auch regelmäßig, während des Schulsports nutzen können. Handlungsbedarf hinsichtlich bessere Lebensqualität für Menschen mit Behinderung diskutiert der Beirat seit 1981 und wird nicht müde sich weitere Ziele zu setzen und Projekte zu verwirklichen.

(houb)