Stolberg-Atsch: Baustelle: Umfangreiche Arbeiten am Atscher Dreieck ab Montag

Stolberg-Atsch: Baustelle: Umfangreiche Arbeiten am Atscher Dreieck ab Montag

Von Montag an bis Ende Juni wird Atsch Dreieck zu einer Baustelle. Der Knotenpunkt der Landesstraßen 23 (Würselener- / Eisenbahnstraße) und 236 (Sebastianus- / Rhenaniastraße) wird im Rahmen der Realisierung des Nahversorgungszentrums auf dem Atscher Kistenplatz ertüchtigt, weil ein erhöhtes Verkehrsaufkommen prognostiziert wird.

Bei der Aufweitung des Kreuzungsbereiches werden aber gleich auch die Dimensionen berücksichtigt, die Verkehrsgutachter für den Fall des Baus der Ortsumgehung Eilendorf mit Anschluss an die Autobahn 44 am Dreieck erwarten.

Die Gehwege werden zugunsten der Fahrbahnbreiten verschmältert und die Haltelinien zurückgenommen. Überwege werden barrierefrei ausgebaut. Die Sebastianusstraße erhält zudem als dritte Fahrspur eine separate Abbiegebucht für Rechtsabbieger; dies geht zu Lasten der meisten unteren Parkplätze.

Die Arbeiten beginnen in der Rhenaniastraße, die von der Einmündung am Dreieck bis etwa hinter die Bebauung komplett für den Fahrverkehr gesperrt sein wird; eine Furt für Fußgänger bleibt bestehen. Die Bauzeit wird mit zehn Wochen angegeben. Die Umleitung von und in Richtung Hauptbahnhof wird während dieser Zeit über Eisenbahn-, Eschweiler- und Münsterbachstraße ausgeschildert. Von Eilendorf kommender Verkehr wird via Buschmühle, Cockerillstraße und Fettberg zur Eschweilerstraße geleitet.

Voraussichtlich ab 28. April geht es dann weiter auf der Sebastianusstraße vom Einmündungsbereich bis in Höhe des „Küllche“. Die Bauzeit ist etwa bis Ende Mai geplant. Die Umleitung für den Durchgangs- und Schwerlastverkehr läuft über die Landesstraßen 23, 238 und 221: Eisenbahn-, Europastraße, Fettberg, Cocherillstraße in Richtung Eilendorf. Ortskundiger Anliegerverkehr wird in Höhe Kirche von der Sebastianus­straße als Einbahnstraßen über die Karlstraße in Richtung Würselener Straße und über „An der Waldmeisterhütte“ zurück auf die L 236 geleitet.

In einem dritten Bauabschnitt wird auf der Eisenbahnstraße in Höhe des Kistenplatzes die Fahrbahn aufgeweitet, um eine separate Linksabbiegerspur zum Nahversorgungszentrum auf dem Kostenplatz anlegen zu können. Die Bauzeit ist von Ende Mai bis Anfang Juli geplant. Zur Verkehrsführung werden voraussichtlich Baustellenampeln ausreichend sein. Im Anschluss bis Mitte Juli vorgesehen ist die Gestaltung des Platzes am Dreieck. Dort werden 24 Parkstände angelegt und die Verbindung zur Hammstraße abgepollert.

Kurzzeitig komplett — und das möglichst an einem Wochenende — gesperrt werden muss dann der Knotenpunkt Dreieck noch einmal zum Auftragen der obersten Deckschicht. Nicht möglich ist es, für die Bauzeit die Hasencleverstraße gegenläufig als Umleitungsstrecke zu öffnen, erklärte die Verwaltung auf Nachfrage bei einer Bürgerversammlung. Dafür fehle die erforderliche Fahrbahnbreite.

Ebenfalls nicht ausreichend ist der Platz des Dreiecks für einen ausreichend leistungsfähigen Kreisverkehr. Intensiv hatten die Planer alle denkbaren Varianten durchgespielt. Letztlich fehlte der Raum für einen Bypass von der Sebastianusstraße nach rechts auf die Eisenbahnstraße; ihm stünde die Eckbebauung im Wege. Ohne Bypass könne der Kreisverkehr aber nicht die erwartete Verkehrsbelastung aufnehmen. Die Optimierung der beampelten Kreuzung werde den Ansprüchen aber gerecht, so die Verkehrsplaner.

Kritisiert wurde bei der Gelegenheit von Hauseigentümern und Geschäftsleuten noch einmal der Wegfall von Parkplätzen an der Sebastianusstraße. So habe aus diesem Grunde ein Blumenladen, der erst vor drei Monaten eingezogen sei, den Mietvertrag kurzzeitig gekündigt; das Geschäft wolle sich aber an anderer Stelle in Atsch niederzulassen.

Anders als bei der Bürgeranhörung zur Ausbauplanung folgte diesmal Kritik zur Reduzierung der Stellplätze auf dem Dreiecksplatz auf 24. Sinnvoller sei es dort, gerade mit Blick auf den Verlust an der Sebastianusstraße, die maximale Anzahl von 48 Stellplätzen einzurichten.

Derweil kündigte Dirk Schlun, dessen Real Estate gemeinsam mit der TenBrinke-Gruppe in das Nahversorgungszentrum auf dem Kistenplatz rund sieben Millionen Euro investiert und somit auch die Umgestaltung des Dreiecks finanziert, an, dass die Bauarbeiten für die vier Märkte bis zum 31. Juli abgeschlossen sein sollen. Dann werden due Gebäude an die Unternehmen übergeben, die sich in ihren Domizilen sodann einrichten können.

Neben dem Vollsortimenter (Edeka / 1500 m2 Verkaufsfläche) wollen ein Getränkemarkt (Trinkgut / 680 m2), ein Discounter (Netto / 800 m2) und ein Drogeriemarkt nebst Apotheke (dm / 800 m2) im Sommer eröffnen.

(-jül-)