Düsseldorf/Stolberg: Autozulieferer Leoni streicht weitere Stellen

Düsseldorf/Stolberg: Autozulieferer Leoni streicht weitere Stellen

Der Nürnberger Autozulieferer Leoni, der mit der Leoni Kerpen GmbH auch in Stolberg eine Niederlassung unterhält, streicht weitere Stellen, sieht aber einen Hoffnungsschimmer beim Umsatz. „Es könnten maximal weitere 2000 Arbeitsplätze folgen”, sagte Finanzvorstand Dieter Bellé.

Bis Ende März hatte der Kabel- und Bordnetzspezialist die Mitarbeiterzahl gegenüber Ende September um rund 8000 auf 45.000 reduziert. Im April seien nochmals 400 Stellen weggefallen, zitiert das „Handelsblatt” Bellé. Allerdings werde der Abbau nun zunehmend schwieriger und damit teurer.

Derzeit verspüre das Unternehmen im Geschäft zumindest eine abgebremste Talfahrt, sagte Bellé der Zeitung. Der April sei zwar etwas schlechter gelaufen als der März, wo die Umsätze um 29 Prozent eingebrochen waren. Inzwischen zeichne sich jedoch ein Hoffnungsschimmer ab. „Ich habe für Automotive, was den Mai angeht, ein gutes Gefühl”, sagte Bellé der Zeitung.

Es bestehe die Hoffnung, dass das zweite Quartal spürbar besser verlaufen könne als das erste. Der Umsatzrückgang betrage möglicherweise unter 30 Prozent.

„Wir haben offensichtlich den Boden erreicht”, sagte der Leoni-Finanzvorstand dem Blatt. Im vierten Quartal sei erstmals wieder ein Umsatzanstieg im Vergleich zum - schwachen - Vorjahreszeitraum möglich. Die weitere Entwicklung hänge auch vom Schicksal des Kunden Opel ab. Der Anteil von Opel am Gesamtumsatz sei aber überschaubar, zitiert das Blatt Bellé.

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