Stolberg-Büsbach: August wird zu einem Termin des Erfolgs

Stolberg-Büsbach: August wird zu einem Termin des Erfolgs

Die Entscheidung war sicherlich nicht ganz so einschneidend wie 1582 die Einführung des gregorianischen Kalenders, aber mit der Verlegung von „Pfingsten” in den August hat der Büsbacher Reiterverein vor zwei Jahren die Turniersportszene bewegt.

Und das erfolgreich, wie Vorsitzende Dunja Meyers unterstreicht. Denn nach der Premiere im vergangenen Jahr belegen die Nennungszahlen für das 49. Reit- und Springturnier der Büsbacher die gelungene Neuausrichtung des Veranstaltungskalenders.

Reitanlage weiter saniert

Der Blick zurück, als die Pfingstturniere noch an den passenden Feiertagen ausgerichtet wurden, fällt auf eine schwindende Resonanz mit sinkenden Teilnehmerzahlen aufgrund zunehmender, besser dotierter Konkurrenzveranstaltungen und eine schier endlose Geschichte von Wetterkapriolen. Oft genug wurde das Turniergelände von Gut Hassenberg zu Matsch, was Aktiven wie Besuchern die Freude am Reitsport verdarb. So ist der Reiterverein mit Verweis auf die Wettervorhersage vorsichtig optimistisch, dass die Sonne am Wochenenende über Büsbach lacht.

Den Regen der vergangenen Tage gut verkraftet haben müsste der große Turnierplatz, der während der vergangenen Monate präpariert wurde, um den Pferden ein vernünftiges Geläuf zu bieten.

Aber auch in die Substanz der Anlagen auf Gut Hassenberg wurde investiert. Die Bierbude erhielt ein neues Dach, Ställe wie Halle sind herausgeputzt und ganz frisch verputzt und saniert präsentiert sich der Richterturm. „Alles Investitionen in den Unterhalt, die der Verein aus eigener Kraft ohne Unterstützung der Stadt stemmen muss”, unterstreicht die Vorsitzende, dass ohne ehrenamtliches Engagement und Sponsoren die Herausforderungen nicht zu stemmen sind - Arbeitsfelder, um die sich der Vorstand in letzter Zeit intensiver gekümmert hat.

Unter dem Strich stehen neben der Pflege der Anlage 28 Prüfungen in Springen und Dressur, die von Freitagmittag bis Sonntagabend auf Gut Hassenberg ausgetragen werden. „So früh mussten wir noch nie aufstehen”, freut sich Dunja Meyers über ausgezeichnete Teilnehmerzahlen, die aber andererseits bedeuten, dass der Turniertag am Samstag um 7.30 Uhr und am Sonntag um 8 Uhr mit Wettbewerben beginnt.

Die insgesamt 1226 genannten Startplätze - 488 in Dressur und 738 in Springen - versprechen abwechslungsreiche Prüfungen und auch in den hohen Wettbewerben Starterfelder, die diesen Namen auch verdienen. Sportliche Höhepunkte im Parcours sind die M-Springen mit Stechen am frühen Samstag- und Sonntagabend - unter anderem um den Ehrenpreis des Bürgermeisters - sowie in der Dressur, die komplett in der Halle ausgerichtet wird, die M-Prüfungen am Sonntagnachmittag.

Geboten wird bis zu dieser Klasse die ganze Palette von Wettbewerben für Einsteiger, Anfänger und bereits erfahrene Reiter wie auch für junge Pferde, die Veranlagung, Exterieur und Rittigkeit natürlich möglichst fehlerfrei unter Beweis stellen sollen.Der jüngste reiterliche Nachwuchs präsentiert sich auf dem großen Turnierplatz in der Führzügelklasse am Sonntag rechtzeitig vor der Kaffeezeit, so dass die Büsbacher auf großen Besuch mit einem vielfältigen kulinarischen Angebot eingestellt sind - selbstverständlich an allen drei Tagen. Denn das Büsbacher Reitturnier war stets auch ein gerne besuchtes Ereignis, das nach neuer Zeitrechung nun im August stattfindet.

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