Aufwendige Kampfmittel-Untersuchungen führten zur Verzögerung

Bauarbeiten zwischen Roetgen und Rott : Vollsperrung dauert an

Autofahrer, die den kürzesten Weg von Roetgen nach Rott oder umgekehrt fahren wollen, müssen sich gedulden. Die Bauarbeiten auf der Landstraße 238 und die damit verbundene Vollsperrung werden voraussichtlich noch bis Ende Februar andauern.

Dies teilte Eva Wußing, Pressesprecherin der Regionetz GmbH, auf Anfrage mit. Zu Beginn der Baumaßnahme am 17. September war von einer viermonatigen Vollsperrung die Rede gewesen. Ende Oktober hatte die Städteregion als Straßenverkehrsbehörde die Fertigstellung dann auf „Mitte Februar“ datiert. „Wir halten auch gegenüber den Ausführenden am Zeitplan fest: Mitte Februar war von uns avisiert – Ende Februar wäre unseres Erachtens immer noch realistisch“, teilte Städteregionssprecher Detlef Funken mit.

Ein Grund für die Verzögerung seien „aufwendige Kampfmittel-Voruntersuchungen“ gewesen, erklärte Wußing. Noch nicht absehbar sei, wie sich der aktuelle Wintereinbruch auf die Bauzeitenplanung auswirke, so die Unternehmenssprecherin. Zum Abschluss der Maßnahme in drei Bauabschnitten wird in den kommenden Wochen eine neue Gasleitung auf dem etwa 700 Meter langen Teilstück in der Mitte der Strecke zwischen Roetgen Kläranlage und Rott Ortseingang verlegt. „Dabei muss auch weiterhin unter Vollsperrung gearbeitet werden“, erläuterte Wußing. Somit ist auch für den Linienverkehr, der zu Beginn der Maßnahme noch eine Zeitlang hier hatte verkehren dürfen, weiterhin die Umleitung über die Himmelsleiter zu befahren.

Diesen Weg müssen auch andere Verkehrsteilnehmer noch einige Wochen in Kauf nehmen, wobei ihnen seit November das Linksabbiegen von Rott kommend durch eine Ampel auf der B 258 erleichtert wird. Diese hatte zunächst für Stau auf der Bundesstraße und Empörung bei vielen Verkehrsteilnehmern gesorgt. Eine Korrektur der Ampelphasen hatte die Gemüter beruhigt, wie man auch bei der Gemeinde Roetgen beobachtet hat. Dirk Recker, Leiter des Ordnungsamtes: „Das hat sich ziemlich eingespielt, bei uns sind jedenfalls keine Beschwerden mehr dazu eingegangen.“ „Ein bisschen Geduld müssen die Autofahrer und Anwohner noch aufbringen“, bat Wußing um Verständnis und blickte nach vorne: „Aber das Ende ist absehbar.“

(hes)
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