Glashütter Weiher: Auf flotten Sohlen rund um das Stadion

Glashütter Weiher : Auf flotten Sohlen rund um das Stadion

Die neue Tartanbahn an der Sportanlage Glashütter Weiher wurde am Samstag eingeweiht als Teil der großen Umbaumaßnahmen des in die Jahre gekommenen Stadions. Vereine und Schulen sollen das Angebot nutzen.

Der Rasen war abgelaufen, die Tartanbahn teilweise überwuchert: Das Stadion Glashütter Weiher war am Beginn der großen Umbauarbeiten im November 2018 nur noch ein Schatten dessen, was es zur Eröffnung 1976 sein sollte. Die Verwaltung wollte den Stolberger Sportlern nun wieder eine Anlage geben, die modernen Standards entspricht und ihnen Bestleistungen ermöglicht. Bei der Eröffnung am Samstag war zu sehen, was gemeint war. Die Tartanbahn glänzte im strahlenden Sonnenschein in knalligem Rot und das Grün des Rasens dürfte so manche Fußballer neidisch auf den FC Stolberg machen, der hier und auf dem benachbarten Kunstrasenplatz seine Spiele austrägt.

Zusammen mit dem Kunstrasenplatz, der Schwimmhalle und den Turnhallen der Schulen, kann die Kupferstadt nun stolz sein auf ein Sportzentrum, das in der Region auf absolutem Top-Level liegt. Lediglich die Tribüne am Glashütter Weiher erinnert mit ihrem verwitterten, grauen Beton noch an alte Zeiten und Bauweisen - doch auch sie soll 2020 endlich ausgedient haben, bestätigte der Technische Beigeordnete Tobias Röhm im Rahmen der Eröffnung.

Auch Bürgermeister Patrick Haas wusste, dass das alte Stadion „nicht mehr das war, was wir uns vorstellen“ und freute sich über die vielen Sportler, die am Samstag zur Eröffnung ihre ersten Runden drehten und ihr Sportabzeichen absolvierten, während auch auf dem Volleyballfeld reges Treiben herrschte. Wichtig sei allerdings, betonte Haas, dass die Anlage „auch in 20 Jahren noch genau so schön und gepflegt ist, wie sie jetzt übergeben wurde“.

Läuferinnen und Läufer aller Altersklassen drehten ihre Runden um den Sportplatz. Foto: Christian Ebener

Bei Ruth Püttgen, Geschäftsführerin der LG Stolberg, sorgt die neue Heimat für Begeisterung: „Wir sind glücklich, glücklich und nochmal glücklich! Ab jetzt haben wir optimale Bedingungen und es fühlt sich einfach gut an. Wir haben das nicht für möglich gehalten!“

Davon profitieren besonders die rund 80 Jugendlichen die bei der LG aktiv sind. Nachdem das rote Band am Rande der Tartanbahn zerschnitten war, sprinteten bereits die jungen Sportler der LG los und absolvierten die ersten Meter. „Wir wollen allen Vereinen und Personen eine Chance geben, sich hier sportlich zu betätigen“, bekräftigte Haas, der sich bereits darauf freut, wenn die neue Tribüne mit Überdachung eingeweiht wird.

Neben der LG Stolberg profitieren auch andere Abteilungen der Turngemeinde von den Umbaumaßnahmen, die das Stadion nun auch deutlich barrierefreier machen. Dazu können der Stadtsportverband, der FC Stolberg und die Schulen auf die vielen Möglichkeiten des städtischen Sportzentrums zurückgreifen. „Das ist als Sportpaket einmalig in der Region“, freute sich auch Röhm. Hürdenlauf, Hammerwurf, Diskuswurf, Kugelstoßen, Speerwurf, Basketball, Volleyball, Laufdisziplinen, Hochsprung, Weitsprung, theoretisch sogar Stabhochsprung und Fußball sind nun vor Ort möglich, dazu kommt die Ergänzung durch die weiteren Sportstätten in der direkten Umgebung.

Dabei wurde darauf geachtet, alles in Normgrößen zu realisieren, damit alle möglichen Rekorde und Zeiten auch gültig sind. Robert Kuttler vom Stadtsportverband betonte den „sehr guten Zusammenschluss. Wir wünschen uns, dass der Stolberger Bürger das nutzt.“ Die Eröffnung im kommenden Jahr fällt dann zusammen mit dem Jubiläum des Stadtsportverbandes - und auch Patrick Haas und Tobias Röhm haben dann Schulden einzulösen. Eigentlich wollten auch sie ihr Sportabzeichen absolvieren, waren jedoch durch einen anderen Termin verhindert. Im nächsten Jahr sind sie dann mit dabei, wie sie am Rande der Eröffnung versprachen.

Interesse am Sportabzeichen?

Alle Informationen zum Sportabzeichen für Schulen, Organisationen und Privatleute gibt es bei Petra Minten vom Regiosportbund Aachen. Entweder vor Ort in der Geschäftsstelle in der Marienstraße 15 in Eschweiler oder telefonisch unter 02403/7497060.

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