Auf der Liester wird gefeiert

Feier auf der Liester : Vom Straßenfest zur Feier für das ganze Viertel

Klein hatten die Planungen auf der Liester einmal angefangen. Eigentlich sollte es nur ein Straßenfest werden, doch daraus wurde nichts. Nun wird alles eine Nummer größer.

„Wie können wir uns in unserem Viertel einbringen? Und wie können wir zu seiner Belebung beitragen?“ Im März fand die Sozialraumkonferenz auf der Liester statt. In dieser ging es darum, Anregungen zur Aufwertung von Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg zu sammeln.

Auch Inka Wilms, Leiterin der Kita „Auf der Liester“ nahm damals an der Veranstaltung teil, und die Frage nach der Belebung des Stadtteils ließ sie so schnell nicht mehr los. Sie entwickelte eine Idee, von der nicht nur ihre Kollegen angetan waren. Um die Anwohner auf der Liester näher rücken zu lassen, findet am Samstag, 21. September, ein Straßenfest statt. Mit einem Straßenfest im klassischen Sinne hat dies allerdings nicht mehr viel zu tun. Denn: Schnell waren etliche Mitstreiter gefunden, und nun soll an insgesamt drei Standorten ein buntes Programm für Klein und Groß dargeboten werden.

Mit von der Partie sind unter anderem das Deutsche Rote Kreuz, das Seniorenwohn- und Sozialzentrum, die Demokratiewerkstatt, Feuerwehr und Polizei, die Mobile Jugendarbeit, das Jugendparlament, die Pfarre St. Hermann Josef, der SKM, die St.-Hubertus-Schützen, das Helene-Weber-Haus, die Kita im Pirolweg und das therapeutische Reiten Abenteuerland. Die offizielle Eröffnung findet vor der Kita „Auf der Liester“ statt. Dort wird dann auch eine Bühne aufgebaut sein.

Bei schlechtem Wetter würden die meisten Aktionen ins Innere der Kita verlegt. Auch im Pirolweg und auf dem Geschwister-Scholl-Platz – dort wird gegen 15 Uhr eine gemeinsame Abschluss-Aktion stattfinden – wird es Infostände und Mitmachaktionen geben. „Es soll ein Fest für alle Generationen und Kulturen werden“, sagt Wilms.

Begeistert war von der Idee des Straßenfestes auf der Liester übrigens auch die Stolberger Verwaltung. „Das Straßenfest ist ein schönes Beispiel dafür, welches Potential das integrierte Handlungskonzept entfalten kann“, sagt Stolbergs Inklusionsbeauftragter Lukas Franzen.

Mit von der Partie ist an diesem Tag übrigens auch die Low Tec. Die Teilnehmer des Projekts „Viertel LAB“ steuern eine Wurfbude bei – in digitaler und analoger Form. Mit einer 3-D-Brille und Controllern kann die digitale Version bedient werden. Entwurf und Ausarbeitung haben die Teilnehmer des Projekts übernommen, die sich bereits darauf freuen, den Gästen des Straßenfestes ihr Projekt zu präsentieren, sagt Carlos de Abreu von der Low Tec.

Damit die vielen Aktionen auch uneingeschränkt stattfinden können, werden die Straßen „Auf der Liester“ (zwischen den Hausnummern 23 und 47) und Pirolweg (zwischen den Hausnummer 3 und 7) für den Durchgangsverkehr und zum Parken gesperrt. Auch auf dem Geschwister-Scholl-Platz darf während des Festes, das von 11 bis 15 Uhr stattfindet, nicht geparkt werden. Der Busverkehr wird nicht beeinträchtigt.

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