Auch diesmal wird Mühle bei der Stadtparty nicht bespielt

Es hagelt an Kritik : Mühle ist bei der Stadtparty wieder nicht dabei

Es ist ein Thema, das nicht neu ist, aber immer wieder für geteilte Meinungen sorgt: Bereits zur Stadtparty im vergangenen Jahr wurde der Stadtteil Mühle nicht mehr bespielt. Das wird auch in diesem Jahr nicht der Fall sein – aber das kommt nicht überall gut an.

Kritik hagelte es beim Stammtisch der Gesellschaft für Stadtmarketing (SMS), als Touristik-Chef Jürgen Gerres dort das Programm vorstellte. Jahrelang sei versucht worden, den Stadtteil in die Feiern zu integerieren – meist ohne Erfolg. „Das Bemühen ist da. Die Resonanz war nie, wie man sich das gewünscht und auch ein Stück weit gebraucht hätte“, so Gerres.

Seit mittlerweile neun Jahren kümmert sich Gerres um die Organisation der Stadtparty. Ganz am Anfang sei das muslimische Zuckerfest genau auf dieses Wochenende gefallen, und das habe man dann im Rahmen der Stadtparty groß gefeiert, erinnert er sich. Die Resonanz sei damals sehr gut gewesen. Nicht nur der Mühlener Markt, sondern auch die Salmstraße seien bespielt worden. Im Jahr darauf sah es allerdings schon ein wenig anders aus.

Die Resonanz wurde weniger. Auch Kirmesgeschäfte und Musik konnten in den vergangenen Jahren bei Einzelhändlern und Anwohnern kaum noch Interesse wecken. „Es ist mitnichten so, dass man sagt, die Mühle ist uns egal. Aber es war nicht mehr so frequentiert, wie wir es uns gewünscht hätten“, sagt Gerres und fügt hinzu: „Wir haben schon so viel versucht. Ich weiß nicht, wo man noch anpacken soll. Wir als Stadt können nicht den kompletten Bereich der Innenstadt mit Externen bespielen. Wir sind auf die Einzelhändler und Gastronomen angewiesen.“

Daran, wie viele Anläufe man von Seiten der Stolberger Politik und der Verwaltung in der Vergangenheit unternommen habe, um das zu ändern, erinnert beim Stammtisch der Gesellschaft für Stadtmarketing auch Dieter Wolf. „Die Mühle verdient es, in die Überlegungen mit einbezogen zu werden“, sagt der SPD-Ratherr.

Allerdings habe man dies bereits im Rahmen verschiedener Stadtfeste in der Vergangenheit immer wieder versucht – ohne Erfolg. „Wir haben auf dem Mühlener Markt eine Bühne aufgestellt und dort die offizielle Eröffnung der Stadtfeste gefeiert. Jedes Mal waren mehr Ratsmitglieder anwesend als Anwohner oder Einzelhändler. Die Initiative sich einzubringen, muss auch aus dem Stadtteil selbst kommen“, meint er.

(se)