Freizeitgestaltung: Atscher wünschen sich funktionsfähige Bolzplätze

Freizeitgestaltung : Atscher wünschen sich funktionsfähige Bolzplätze

Die so genannte „Luxwiese“, die ihren Namen dem früheren Besitzer, dem Landwirt Lux verdankt, hat bereits bessere Zeiten erlebt. Ob man diese noch einmal Revue passieren lassen könnte?

Das Hinweisschild hat seine besten Zeiten tatsächlich schon hinter sich – das wird bereits beim ersten Anblick deutlich sichtbar. Mittlerweile ist es in Schieflage geraten und auch der Text darauf ist nur schwer zu lesen. „Spiel- und Bolzplatz. Radfahren und Mopedfahren verboten“ steht darauf geschrieben. Ob man die Glanzzeiten der „Luxwiese“ noch einmal aufleben lassen könnte?

Das wäre zumindest der Wunsch einiger Atscher. Im Rahmen unserer Serie „Wie familienfreundlich ist Stolberg wirklich?“ haben wir gefragt, was in den verschiedenen Stadtteilen verbessert werden muss. Von mehreren Lesern aus der Atsch kam der Vorschlag, dass die beiden Bolzplätze, die sich in den Straßen „Im Hirschfeld“ und „Im Rehgrund“ befinden, wiedereinmal auf Vordermann gebracht werden könnten. Das bedeute nicht nur, dass dort Rasen gemäht werden müsste, sondern auch wieder Tore aufgestellt werden könnten, damit sich Klein und Groß dort mit Freunden zum Bolzen treffen könnten.

Dafür ist auch unser Leser Daniel Stadelmann. „Ich finde, dass die Luxwiese in Zukunft wieder als Bolzplatz fungieren sollte, weil die Kinder und Jugendlichen nichts haben, wo sie in ihrer Freizeit Fußball spielen können. Ich selber habe vor 30 Jahren auf der Luxwiese mit Freunden jeden Sonntag um 11 Uhr Fußball gespielt“, sagt er.

Keine Tore mehr

Gar nicht so lange ist es her, da gab es für den Bolzplatz „Im Rehgrund“ noch neue Tore. Eltern, die Siedlergemeinschaft und der SPD-Ortsverein Nord hatten damals die maroden Tore beklagt. Im Baubetriebshof fanden die Klagen Gehör. Die Männer unter der Leitung von Georg Paulus handelten schnell und zimmerten aus massiven Rundhölzern neue Tore. Mittlerweile sind dort keine Tore mehr vorhanden. Die seien vor einigen Jahren aus „verkehrssicherungstechnischen Gründen“ wieder entfernt worden, sagt Jugendamtsleiter Willy Seyffarth auf Nachfrage unserer Zeitung.

Wenn diese nicht erfüllt ist, könnte das verheerende Konsequenzen haben, wie ein Urteil aus dem Jahr 2016 zeigt. In Hannover hatte damals ein 41-Järhiger die Stadt verklagt, weil er beim Fußballspielen auf einem Bolzplatz in ein rund sieben Zentimeter tiefes Loch getreten war. Das Oberlandesgericht entschied, dass die Stadt dafür verantwortlich sei, dass ihre Bolzplätze in Ordnung seien – sonst müsse sie bei Sportunfällen haften.