Asphaltmischwerk erneuert Entstaubungsanlage

Investition in den Umweltschutz: Ein neuer Schornstein für die Rüst

Normalerweise ist für sie der Winter die Zeit der Erneuerung. Regelmäßig wartet und ertüchtigt die Asphaltmischwerk Stolberg GmbH (AMS) in der Rüst ihre Produktionsanlagen, um auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein und Effizienz und Umweltschutz zu oprimieren.

Zumindest so gut es geht während des Winters.

Im vergangenen Jahr rutschte die Routineoperation am Herzen der Anlage aufgrund von Lieferengpässen des Herstellers ins späte Frühjahr. Und dieser Winter hat offenbart, dass ein weiterer Eingriff außer der Reihe erforderlich wird: „Ein neuer Kamin muss her“, sagt Jürgen Ramers. Der alte sei mittlerweile so marode, dass eine weitere Instandhaltung weder Sinn mach noch wirtschaftlich sei. Das hatten die jüngsten Revisionsarbeiten erheben.

Mittlerweile liegt der Stadt ein Bauantrag für die Errichtung eines neuen Kamins als Ersatz gleich neben dem alten vor. Am Mittwoch berät der Ausschuss für Stadtentwicklung über die planungsrechtliche Beurteilung der Verwaltung; sie empfiehlt eine positive Stellungnahme. Planungsrechtliche oder städtebauliche Bedenken gegen die Erneuerung der bestehenden Entstaubungsanlage und des Kamins bestünden nicht.

„Um die Asphaltmischanlage auch zukünftig effizient, umweltgerecht und nach dem Stand der Technik betreiben zu können“, so der Technische Beigeordnete Tobias Röhm, sei der Austausch der Anlagen geplant. Aufgrund der Höhe des Schornsteins von 39,80 Meter gelte dieser als Sonderbau; ein Gutachten zu den Emissionen liege vor. Eine zusätzliche Versiegelung sei nicht vorgesehen. Es handele sich um eine reine Sanierungsmaßnahme und den Austausch vorhandener Anlagen, so dass es sich um ein teilpriviligiertes Vorhaben handele.

Im Fühjahr hatte die AMS eine neue Trockentrommel mit Feuerungsanlage installiert. Sie ersetzt die 18 Jahre alte Anlage, die in dieser Zeit in nahezu 30 000 Betriebsstunden weit über eine Million Tonnen Asphalt produziert hatte, so Ramers. „Mit dieser modernen Feuerungstechnik ist man in der Lage, die anspruchsvollen Vorgaben der gültigen und auch der novellierten TA-Luft einzuhalten“, betont der AMS-Geschäftsführer.

Der Standort Rüst hat Tradition. Dort ging das Mischwerk 1984 in Produktion – seinerzeit durch die Firma Teerbau. Seit 2013 wird sie als Joint Venture von Eurovia und der Stolberger Vereinigten Schotterwerke als Asphaltmischwerke Stolberg GmbH geführt.

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