Arno Scholl überraschend gestorben

Arno Scholl ist tot : Musik war seine große Leidenschaft

In Sachen Blasmusik konnte Arno Scholl so schnell niemand das Wasser reichen. Er gründete die Blasmusikanten Gressenich, dirigierte sie und war ihr Vorsitzender – und das stolze 48 Jahre lang. Zudem spielte er noch selbst Trompete. An diesem Wochenende ist der Musiker völlig unerwartet gestorben.

Noch im vergangenen Jahr führten wir ein Interview mit Arno Scholl. In diesem erklärte er unter anderem, woher seine Liebe zur Musik kommt. Bereits als Kind wollte er schon immer in den Trommler- und Pfeiferkorps Musik machen, das ging damals allerdings nicht. Später habe er dann die Blasmusik entdeckt. Die Grundbegriffe wurden ihm damals zwar erklärt, alles andere brachte er sich selbst bei. Eine Musikschule hat Scholl, der selbst Trompete spielte, nie besucht.

Im Laufe der Zeit eignete er sich auch das Dirigieren an. 1970 wurde er dann gefragt, ob er nicht einen Fanfarenzug gründen wolle. Gesagt, getan. Einige Jahre später erfolgte die Umbenennung in Blasmusikanten, weil immer mehr Instrumente – darunter Klarinette, Trompeten, Flügel-, Tenorhörner, Bariton und Tubas - hinzukamen und die Formation nicht mehr nur mit Fanfaren und Trommeln unterwegs war.

Auf den Spaß am Musizieren legte Scholl großen Wert. Zwei Mal in der Woche wurde geprobt. Besonders lag ihm die Musik der Egerländer am Herzen. Die österreichischen Blasmusiker waren sein großes Vorbild. So durfte die Truppe im vergangenen Jahr natürlich auch bei der Veranstaltung „Stolberg goes Österreich“ nicht fehlen. Doch auch außerhalb des Proberaums verstand man sich gut. Jedes Jahr fuhr die Truppe außerdem zusammen in die Berge. Natürlich durfte auch in diesem Rahmen die Musik nicht fehlen. Spontane Auftritte im Hotel, auf der Alm oder im Musikpavillion standen ebenfalls auf der Tagesordnung.

Mehr von Aachener Nachrichten