Stolberg: Arbeiten im Heim des Guten Samaritan gehen weiter voran

Stolberg : Arbeiten im Heim des Guten Samaritan gehen weiter voran

„Wir sind auf der Zielgeraden, aber am Endspurt müssen wir noch arbeiten“, sagt Dirk Renerken und lacht. In diesen Tagen ist der Leiter des Heimes des Guten Samaritan nicht ausschließlich an seinem Schreibtisch oder in den Räumen der Einrichtung zu finden, sondern auf einer Baustelle. Ausgestattet mit Helm schaut er sich den Fortschritt an der Samaritanerstraße ganz genau an.

Dort befindet sich seit über 60 Jahren das Heim des Guten Samaritan. Doch seit mittlerweile über einem Jahr wir das Seniorenpflegeheim umgebaut und modernisiert. Schließlich sollen dort in Zukunft 90 Menschen ein zu Hause finden. Bis dahin gibt es jedoch noch eine Menge zu tun.

Auf der Baustelle geht es voran: Darüber freuen sich die Architekten Stefan Pennartz (links) und Sarah Walter (rechts) sowie Dirk Renerken (Mitte), Leiter des Heimes des Guten Samaritan. Beim Richtfest im Februar (kleines Bild) sah die Baustelle noch anders aus. Foto: Sonja Essers

Was sich bereits getan hat? Auf der rechten Seite wurde ein Neubau hochgezogen — Keller inklusive. Auf der linken Seite wurde zudem um eine zusätzliche Etage aufgestockt. Im Februar dieses Jahres fand das Richtfest statt. Seitdem hat sich erneut eine Menge getan — und zwar nicht nur außen. Auch im Inneren des Gebäudes wird fleißig gewerkelt. So soll der Estrich in den kommenden Tagen fertig verlegt sein.

Die ersten Trockenbau- und Malerarbeiten haben ebenfalls begonnen. Die Oberflächen — darunter Böden und Fliesen — seien bereits zum größten Teil ausgesucht und werden vom Fliesenleger verlegt. Fenster und Brandmeldeanlage sind auch eingebaut. In den kommenden Tagen sollen zudem die Arbeiten auf der Außenanlage beginnen.

Fast alle Arbeiten seien mittlerweile vergeben. Die Architekten Stefan Pennartz und Sarah Walter kümmern sich darum, dass die Arbeiten von bis zu 15 Firmen koordiniert werden. Sie sind zufrieden mit den Fortschritten, die man auf der Baustelle mache. Schließlich habe man den Bauzeitplan bisher einhalten können, sagt Stefan Pennartz. Gar keine einfache Aufgabe, wenn man bedenke, dass das Wetter in den vergangenen Wochen nicht gerade ideal gewesen sei. Doch trotz Hitze habe es bisher kaum Verzögerungen gegeben.

Und auch die vorgegebenen Kosten seien kein Problem, sagt Pennartz. Rund zehn Millionen Euro nehmen die Christenserinnen in die Hand, um auch in Zukunft dem Betreuungs- und Teilhabegesetz an der Samaritanerstraße gerecht zu werden. Was das bedeutet? Konnten bisher insgesamt 56 Menschen in der Einrichtung aufgenommen werden, so soll das Haus in Zukunft für insgesamt 90 Bewohner ein zu Hause sein. Zudem soll es moderne Wohngruppen beinhalten und Tages- und Kurzzeitpflege für ältere Menschen mit pflegerischem Hilfebedarf anbieten. Während der Kernsanierung, dem Abriss und Neubau des Gebäudes leben die 56 Bewohner übrigens im Mutterhaus der Ordensgemeinschaft, dem Haus Maria im Venn. Dirk Renerken weiß, wie sehr sie sich auf den Umzug in ihr neues zu Hause freuen. Das werde allerdings noch ein Weilchen dauern. Geplant ist derzeit, den Betrieb im Frühjahr des kommenden Jahres in der Samaritanerstraße aufzunehmen. Bisher sind alle Verantwortlichen guter Dinge, dies auch zu schaffen.

Besonders großen Wert werde man unter anderem auf die im Eingangsbereich zu erreichende neue Kapelle legen. Sie wird nicht nur mit Schiebetüren ausgestattet, so dass man — je nach Bedarf — den Raum auch vergrößern kann. Auch die bisherige Kunstverglasung aus den 1950er Jahren wird dann wieder in die Fenster eingesetzt, um so eine besondere Atmosphäre zu schaffen.

Doch nicht nur im Inneren des Gebäudes werde sich in den kommenden Wochen eine Menge tun. In rund zwei Wochen soll die Fassade fertig sein. Zwischen Anfang und Mitte September sollen die Gerüste abgebaut werden. Und damit nicht genug. Zwischen Ende September und Anfang Oktober steht ein weiterer großer Schritt auf dem Programm: der Abbau der Behelfsbrücke. Diese war für die Arbeiten nötig. Dann steht dem Umzug fast nichts mehr im Weg.

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