Anmeldungen für das Kita-Jahr 2019/20 liegen in Stolberg vor

Kita-Anmeldungen in Stolberg : Der Bedarf steigt seit Jahren stetig an  

Die Zahlen steigen weiter an, wenn auch nur geringfügig – zumindest im Vergleich zum Vorjahr. 1924 Plätze werden für das Kita-Jahr 2019/2020 gebraucht. Das teilte die Stolberger Verwaltung nun dem Landesjugendamt mit. Große Überraschungen gibt es bei den vorliegenden Anmeldungen zwar nicht. Dennoch wird deutlich, dass sich in den vergangenen vier Jahren eine Menge getan hat. Ein Überblick.

Anmeldezahlen: 1924 sind es für das Kita-Jahr 2019/2020. Davon wurden 1531 Plätze für Kinder zwischen drei und sechs Jahren gemeldet. Darüber hinaus stehen 393 U3-Plätze in den Stolberger Kindertagesstätten zur Verfügung. Weitere 178 Plätze für unter Dreijährige gibt es im Bereich der Kindertagespflege. Vorsorglich hat die Verwaltung dem land weitere 18 Tagespflegeplätze für Kinder bis zu zwei Jahren gemeldet.

Schließlich soll in der Rathausstraße bald schon eine Großtagespflege entstehen. Macht insgesamt 589 U3-Plätze für das Kita-Jahr, das am 1. August beginnt. Im Vergleich: Zum Kita-Jahr 2018/2019 gab es 1895 Anmeldungen – 598 davon für Kinder unter drei Jahren. Im Kindergartenjahr 2015/2016 sah das noch ein wenig anders aus. Damals wurden insgesamt 1800 Betreuungsverträge abgeschlossen.

Knapp 500 Plätze wurden für Kinder unter drei Jahren benötigt. Von den ingesamt 1924 Kindergartenplätzen für das kommende Kita-Jahr sind 75 Plätze mit Kindern mit besonderem Förderbedarf belegt. Die Einrichtungen in freier Trägerschaft betreuen 792 Kinder (davon 199 Kinder unter drei Jahren) und die städtischen Kitas 1132 Kinder (davon 194 Kinder unter drei Jahren).

Betreuungsumfang: Die 35-Stunden-Woche ist nach wie vor das beliebteste Betreuungsmodell. Diese Form werden 984 Kinder in Anspruch nehmen – davon 195 Kinder unter drei Jahren. Nur 25 Kinder nehmen die 25-Stunden-Woche in Anspruch (fünf unter Dreijährige). 984 Kinder sollen 45 Stunden in der Woche betreut werden (193 U3-Jährige). Zum Kita-Jahr 2018/2019 wurden 23 Kinder (zwei unter drei Jahren) 25 Stunden, 871 Kinder (201 U3) 35 Stunden und 842 Kinder (182 U3) 45 Stunden in der Woche betreut. Vor vier Jahren wurde das 35-Wochenstunden-Modell für 976 Kinder gewünscht. Für 611 Kinder wurden 45 wöchentliche Betreuungsstunden vereinbart, 25 Stunden hingegen wurden für 26 Kinder gebucht.

Kosten: Für das kommende Kita-Jahr weist die Verwaltung in ihrer Vorlage, die heute ein Thema in Hauptausschuss und Rat sein wird, Kosten in Höhe von 9,2 Millionen Euro aus. Hinzu kommen der kommunale Anteil an den Mietkosten bei den freien Trägern in Höhe von 90.000 Euro sowie Übernahmen einzelner Trägeranteile. Macht insgesamt 9,6 Millionen Euro. Abgezogen werden davon die Elternbeiträge (1,4 Millionen Euro) sowie die Erstattung der Elternbeiträge durch das Land für das beitragsfreie letzte Kita-Jahr (609.690,26 Euro) sowie KiBiz-Zuschüsse (1,1 Millionen Euro) Bleiben rund 7,3 Millionen Euro übrig.

Im vergangenen Jahr waren es rund 7,1 Millionen Euro, die die Stadt zahlen musste. Vor vier Jahren sagen die Zahlen noch anders aus. Damals wies die Stadt Kosten in Höhe von 7,67 Millionen Euro aus. Hinzu kamen knapp 250 000 Euro, die durch die Übernahme von Anteilen freier Träger an den Betriebskosten fällig wurden. Zog man von der Summe die zu erwartenden Elternbeiträge in Höhe von gut einer Million Euro ab sowie 511.000 Euro, die das Land NRW der Stadt Stolberg für das beitragsfreie letzte Kindergartenjahr erstattete, blieben Gesamtausgaben von rund 6,4 Millionen Euro.

Kosten fallen auch für die Kindertagespflege an. Für das kommende Kita-Jahr sind es für die Stadt voraussichtlich 1,6 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen Einnahmen aus der Bezuschussung durch das Land (157.584 Euro) und geschätzte Elternbeiträge in Höhe von 133.000 Euro. Somit ergeben sich für die Tagespflege voraussichtlich Kosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Hinzu kommen allerdings Kosten für die Einrichtung einer neuen Großtagespflege in Höhe von insgesamt 223.564 Euro. Macht also ingesamt 1,5 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr waren es ebenfalls 1,5 Millionen Euro. Und vor vier Jahren? Damals wurden 614.000 Euro im Falle einer Vollbelegung der Tagespflegeplätze fällig.