Kaiser, Burggraf und jetzt bald Prinz: André Hennecken wird die nächste Stolberger Tollität

Kaiser, Burggraf und jetzt bald Prinz : André Hennecken wird die nächste Stolberger Tollität

André Hennecken wird die nächste Stolberger Tollität in der Session, in der die Sündenböcke 4x11 und die Prinzengarde der Ersten Großen 8x11 Jahre alt werden.

Mit dem Mai kommt der Frühling und jetzt auch der prominenteste Vorbote der fünften Jahreszeit, denn die Erste Große Stolberger Karnevalsgesellschaft hat den nächsten Prinzen der Kupferstadt vorgestellt. André Hennecken ist die designierte Tollität. Der 59-Jährige ist selbstständiger Steinmetz-Meister und Steinbildhauer und karnevalistisch alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Hennecken war bereits 1976 Gründungsmitglied der Breiniger Sündenböcke und wurde alsbald Präsident und in Personalunion 1. Vorsitzender der KG. Bis heute übt er dieses Amt ohne Unterbrechung aus.

1988 war André Hennecken der erste Breiniger Kaiser, der mit Bärbel Mohr eine weibliche Kaiserin an seiner Seite hatte. 2007 war er wieder Bestandteil des jecken Kaiserpaars in Breinig. Diesmal als „männliche Kaiserin“ an seiner Seite war Bert Hollands aus Belgien. Die nächste närrische Würde wirkte über Breinig hinaus, als Hennecken 2011 Stolberger Burggraf wurde. 2016 folgte seine Ehefrau Birgit Hennecken in das Wahrzeichen der Stadt und ging als erste Burggräfin in die karnevalistische Historie Stolbergs ein.

André Hennecken ist zudem einer der drei Köbesse bei der Breiniger Flüstersitzung, Ehrenamtspreisträger der Kupferstadt und ein in seiner Heimat tief verwurzelter Vereinsmensch. Er ist Mitglied beim Radsportclub RC Dorff, beim Fußballverein SV Breinig und beim Hahnenverein Breinigerberg. Als aktives Mitglied der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Breinig hat er sich der Böllerschützen-Abteilung angeschlossen. „Und ich bin sehr aktiver Zuschauer beim 1. FC Köln“, betont die designierte Stolberger Tollität.

Neuer Prinz in Stolberg ist Andé Hennecken. Foto: Dirk Müller

Freilich ist Hennecken karnevalsverrückt. „In den vergangenen Jahren habe ich so viele Stolberger Prinzen bei der Bauwagen-Sitzung begrüßen dürfen, dass ich immer mehr Lust darauf bekommen habe, selbst Karnevalsprinz zu werden“, beschreibt er. Wobei auch Prinz Charles bei Henneckens Entscheidung eine Rolle gespielt habe. „Wenn der gute Charles mit 70 Jahren immer noch Prinz sein kann, dann kann ich auch in meinem Alter noch Prinz werden“, sei Henneckens Überlegung gewesen.

Jetzt freut er sich auf die kommende Session, in der „seine Sündenböcke“ 4x11 Jahre alt werden, und will mit einem 11-köpfigen Hofstaat für Stimmung bei den Narren sorgen. „Die Zahl 11 spielt in meinem Leben halt eine wichtige Rolle. Wenn ich zum Beispiel auf die Uhr schaue, ist es meistens 11.11 Uhr“, flachst Hennecken. Das Stichwort „11“ nimmt Stadtkommandant Daniel Heinrichs gerne auf: „Die Leibgarde seiner Tollität wird in der nächsten Session 8x11 Jahre alt. Was können wir uns da besseres wünschen, als mit unserer Prinzengarde eine so großartige Tollität wie André begleiten zu dürfen“, sagt Heinrichs.

Michael Bartz, Präsident und Vorsitzender der Ersten Großen KG, stimmt völlig zu: „Es ist für uns quasi wie ein Sechser im Lotto, einen derart erfahrenen und begeisterten Vollblutkarnevalisten als nächsten Stolberger Prinzen präsentieren zu können.“ Dass die designierte Tollität aus den Reihen der KG Sündenböcke kommt, die nicht dem Karnevalskomitee der Stadt Stolberg angeschlossen ist, sei übrigens gar kein Thema. „Der Karnevalsprinz der Kupferstadt ist selbstverständlich Prinz für alle Stolberger – nicht nur für die Komitee-Gesellschaften. Außerdem verbindet sowohl die Erste Große, als auch die Komitee-Gesellschaften und die KG Sündenböcke eine langjährige Freundschaft“, betont Bartz.

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