Stolberg-Breinig: Am Ende steht der irische Segenswunsch

Stolberg-Breinig: Am Ende steht der irische Segenswunsch

Zu einer zweiten Auflage der musikalischen Andacht hatte das Akkordeon-Orchester Breinig in die Pfarrkirche St. Barbara eingeladen. Die Musiker, die unter der Leitung von Andrea Deserno spielten, spannten einen musikalischen Bogen von Antonio Vivaldi über Gabriel Fauré bis hin zum Beatles Welthit „Yesterday”.

Herausragend war die Interpretation der Filmmusik „La Storia” von Jacob de Haan, zu der es gar keinen Film gibt. Jeder konnte hier seiner Fantasie freien Lauf lassen und einen eigenen Film entwickeln.

Passend zum Volkstrauertag trug Susanne von der Maßen gehaltvolle Texte vor. Sie erinnerte an die Grausamkeiten, zu denen Menschen fähig sind und rief ins Gedächtnis, welches Leid der Krieg und die Zerstörung mit sich bringen.

Inspirierend war das Gedicht „Manche Menschen wissen nicht” von Petrus Ceelen, einem belgischen Geistlichen, Psychotherapeuten, Autor und Aphoristiker.
Andrea Deserno hatte mit den Stücken eine gute Wahl getroffen und bewies, dass das Akkordeon mit seinen vielen Facetten in allen Musikrichtungen stilsicher ist, auch bei den kirchenmusikalischen Werken. Das Orchester präsentierte sich als ein homogener Klangkörper. Die einzelnen Nummern wechselten zwischen getragen und ausgelassen.

Das „Contrasto grosso” von Jacob de Haan, eine tanzreiche Suite in drei Teilen, ist durch Kontraste in Stil, Dynamik und Instrumentation gekennzeichnet. Der Titel der Komposition ist ein Wortspiel auf das Concerto Grosso, ein mehrteiliges Werk für eine Gruppe Soloinstrumente und Orchester. Auch in der Komposition des Niederländers traten kleinere Gruppen in dem Orchester als Solisten auf und interpretierten die kontrastierende Fragmente mit volkstümlichen Sequenzen.

Das „Air and Tune” , ebenfalls von Jacob de Haan, zeugte von großer Musikalität und mit „Tanti Anni Prima” von Astor Piazolla gab es sogar argentinischen Tango in der Kirche.

Das Publikum war begeistert und applaudierte lange und kräftig, so dass die Musiker ihnen als Zugabe noch einen irischen Segenswunsch mitgaben.