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Städtepartnerschaft mit Valognes: Altstadt-Brücke symbolisiert die Verbundenheit mit Frankreich

Städtepartnerschaft mit Valognes : Altstadt-Brücke symbolisiert die Verbundenheit mit Frankreich

Seit zehn Jahren trägt eine der Brücken über die Vicht in der Stolberger Altstadt den Namen „Pont de Valognes“. Sie erinnert an die Städtepartnerschaft mit dem französischen Valognes, die seit drei Jahrzehnten besteht.

Im November 2010 war es endlich so weit: Die französische Gemeinde Valognes, zu der seit 1990 eine Städtepartnerschaft besteht, hat mit der Benennung der Vichtbrücke in der Stolberger Altstadt ein Plätzchen erhalten, das ihr gewidmet ist. Seitdem heißt die Brücke „Pont de Valognes“.

Die Partnerschaftsurkunde wurde im September 1990 in Stolberg unterschrieben, im Mai 1991 folgte der Akt in Valognes. Damit verbunden war die lange gehegte Idee, eine zentral gelegene Straße, einen Platz, ein öffentliches Gebäude oder eben eine Brücke nach Valognes zu benennen. Das Partnerschaftskomitee hatte sich monatelang damit beschäftigt, ein geeignetes Objekt zu finden und die erforderlichen Zustimmungen und Sponsoren einzuholen. Der Antrag wurde schließlich im März 2010 gestellt, woraufhin sich Politik und Verwaltung dem Vorschlag des Partnerschaftskomitees anschlossen.

Brücke existiert seit 1548

Es handelt sich übrigens nicht um irgendeine Brücke: Sie ist die älteste Stolbergs, wie eine historische Karte von Egidius Walschaple aus dem Jahr 1548 zeigt. Heute besteht sie aus einer mit Natursteinen verblendeten Stahlbetonkonstruktion mit Mauerwerksbögen aus dem Jahr 1910 und ist für den Schwerlastverkehr geeignet. Ein Hochwasser 1966 hatte die Brücke beschädigt. Anschließend wurde sie jedoch wieder instand gesetzt . Ihr Zustand wird inzwischen alle drei Jahre überprüft.

Das Stolberger Partnerschaftskomitee sieht in der Namensgebung eine große Wertschätzung. Schließlich seien Brücken weit verbreitete Symbole für die Überwindung von Grenzen und die Verbindung von trennenden Hindernissen.