Aktionsplan Inklusion ist Thema im Sozialausschuss in Stolberg

Praktika gestartet : Aktionsplan Inklusion ist mehrfach Thema im Sozialausschuss

In einem Projekt aus dem Stolberger Aktionsplan Inklusion geht es um die Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung auf kommunaler Ebene. Ein Bericht über den aktuellen Sachstand und die nächsten Schritte dieses Projekts stehen in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Soziales und Generationengerechtigkeit (ASG) auf der Tagesordnung.

Diese findet statt am kommenden Dienstag, 12. März. Nach der Verabschiedung des Aktionsplans Inklusion hatte die Stolberger Verwaltung Beratungen mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR), der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung NRW und dem Integrationsfachdienst der Städteregion initiiert, um weitere Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung und damit einhergehende Förder-
optionen zu prüfen.

Drei Praktika

Daraufhin wurde seitens des Verwaltungsvorstands und in Abstimmung mit den beteiligten Fachämtern entschieden, zunächst drei Praktika in den Bereichen Grünflächen- und Friedhofspflege, Hausmeister-Service im Rathaus und Hausmeister-Service auf dem Sportplatz und in der Sporthalle am Glashütter Weiher anzubieten.

Ende 2018 liefen die Kennenlerntermine und Bewerbungsgespräche unter der Beteiligung des Integrationsfachdienstes mit interessierten Bewerbern aus dem Umfeld der Caritas-Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Erste Interessenten durchlaufen seit Mitte Januar die Praktika an den drei Einsatzorten. Im Anschluss daran sollen – gemeinsam mit den Interessenten, den beteiligten Ämtern und den beratenden Institutionen – mögliche Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten ausgelotet werden. Handlungsansätze bietet unter anderem das Landesförderprogramm „Integration unternehmen“. Es sieht Investitionskosten- und Personalkostenzuschüsse sowie Beratungsleistungen im Falle der Schaffung neuer Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung vor.

Eine weitere Beschäftigungsform stellen betriebsintegrierte Arbeitsplätze dar. Dabei handelt es sich um begleitete Arbeit von Beschäftigten einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes. Die im Rahmen eines Außenarbeitsplatzes Beschäftigten bleiben dabei Beschäftigte der Werkstatt. Diese übernimmt auch weiterhin die fachliche Begleitung. Die Kooperation zwischen Werkstatt und Arbeitgeber würde dann vertraglich geregelt. Der Arbeitgeber müsste der Werkstatt für die erbrachte Dienstleistung des Beschäftigten ein vertraglich vereinbartes Entgeld zahlen.

Förderoptionen prüfen

Der Ausschuss für Soziales und Generationengerechtigkeit entscheidet nun, ob die Stolberger Verwaltung diese Förderoptionen weiter prüfen soll.

Das ist jedoch nicht das einzige Projekt aus dem Aktionsplan Inklusion, um das es im ASG gehen wird. Es folgt zudem ein Rückblick auf den zweiten Stolberger Begegnungstag Inklusion. Außerdem werden die Ergebnisse aus dem Zukunftsworkshop „Mehr Partizipation wagen!“ vorgestellt und das Projekt „aktives Altern in der seniorenfreundlichen Gemeinde in der Euregio Maas-Rhein“ wird an diesem Abend ebenfalls präsentiert. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Ratssaal.

(se)