Stolberg-Büsbach: Absolventen müssen mehr können als nur Figuren reiten

Stolberg-Büsbach: Absolventen müssen mehr können als nur Figuren reiten

„Reiten an sich war kein Problem, aber nach Figuren reiten schon”, erzählt Julia Meier, als sie ihre Erfahrungen beim Training schildert. Von der Jugendleiterin des Büsbacher Reitervereins Sarah Wenn und Reitlehrer Hans Flaam war sie auf die Prüfung „Kleines Hufeisen” vorbereitet worden.

Um eine Gefühl für die zu absolvierenden Hufschlagfiguren zu bekommen, sei man vor dem Training im Galopp durch die Halle gelaufen und „getrabt wie ein Pferd berichtet die 11-Jährige weiter.

Neben dem Figurenreiten gehört ein umfangreiches Wissen rund um Pferdepflege und -nahrung mit zu der Prüfung, die laut Wenn mit der Schwimmprüfung ”Seepferdchen” zu vergleichen ist.

Natalie Groten weiß nun die einzelnen Futterarten zu unterscheiden. „Kraftfutter enthält Pellets und Hafer, Saftfutter kann Äpfel oder Möhren enthaltenÓ klärt die Zehnjährige auf. Und unterstreicht ihr Wissen, indem sie betont, dass Zuckerstückchen der Pferdegesundheit nicht gut tun.

Auch wie man ein Pferd richtig aufzäumt, haben die 14 Teilnehmer im Alter von acht bis 16 Jahren erfahren, die vergangene Woche von der nachsichtigen und verständnisvollen Richterin Monika Konrads geprüft wurden. „Bevor der Sattel auf dem Widerrist befestigt wird, muss die Satteldecke faltenfrei liegen und eventueller Schmutz vom Pferderücken entfernt werden”, sagt die 16-jährige Janine Jacob.

Ein wenig nervös waren die 14 Absolventen schon, als sie auf Gut Hassenberg in der Halle des Büsbacher Reitzentrums zur Prüfung antraten. „Die Fragen kennen wir nicht. Hoffentlich sind es auch die, auf die wir uns vorbereitet haben”, hofft die neunjährige Nele Kesner, die mit Spannung und Ungeduld die Prüfung erwartet. Doch die Sorgen waren unbegründet. „Alle haben bestanden und ihre Sache gut gemacht”, verkündete Konrads, als sich die Teilnehmer nach Prüfungsende zur Abschlussrunde in der Reithalle trafen.

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