Stolberg: Abruptes Ende des beliebten Mus-E-Projektes

Stolberg: Abruptes Ende des beliebten Mus-E-Projektes

Die Enttäuschung ist groß, weil die Leidtragenden die Schüler sind: „Damit geht wieder eine Förderchance verloren” stellt Renate Krickel mit Kopfschütteln fest.

Nachdem die Yehudi-Menuhin-Stiftung erwartete Fördergelder von der Bezirksregierung Düsseldorf nach eigener Darstellung nicht ausgezahlt bekommen und deshalb einen Insolvenzantrag gestellt hat, muss an der Grundschule Hermannstraße das Mus-E-Projekt eingestellt werden.

Fünf Klassen waren in diesem Schuljahr in einer Doppelstunde pro Woche von insgesamt vier Künstlern außerhalb des regulären Unterrichts betreut worden - mit großem Erfolg, wie die Schulleiterin unterstreicht. Zwei Tanzpädagoginnen, eine gestaltende Künstlerin und ein Schauspieler arbeiteten zuletzt mit insgesamt fünf Klassen zusammen. „Das macht fast die Hälfte der Schüler aus”, verweist die Leiterin auf die Tragweite, die das abrupte Ende der seit 2009 laufenden Förderung für die Hermannschule hat.

Das Mus-E-Programm bildet einen Schwerpunkt der bundesweiten Arbeit der Yehudi-Menuhin-Stiftung und richtet sich an sozial benachteiligte Grundschüler. Ziel ist die Stärkung der sozialen Kompetenz, der Kreativität, der Ausdrucksfähigkeit und somit letztlich der gesamten Persönlichkeit mit Hilfe der Kunst. Für die Hermannschule war Mus-E zudem verknüpft mit einer Beteiligung am Prozess der „Sozialen Stadt Velau/Mühle” und dem dazu gehörigen Engagement im Viertel.