Abrissarbeiten im Steinweg gehen bald los

Quartiersplatz : Der Steinweg soll bald schöner werden

Ein grünes Entrée an der Stielsgasse und einladende Sitzmöglichkeiten im Steinweg: Das soll die Zukunft sein. Geplant ist, im Steinweg einen Quartiersplatz zu errichten. Die Vorbereitungen dafür haben bereits begonnen.

Es tut sich etwas im Steinweg und in der Stielsgasse. Rund um die Häuser mit den Nummern 38 und 40 wurden Bauzäune aufgebaut und auch die Toilette für die Arbeiter ist schon da. Bald können die Abrissarbeiten beginnen. In der Stielsgasse ist man da schon einen Schritt weiter. Die beiden Garagen gehören bereits der Vergangenheit an. Was im Steinweg entsteht? Ein Quartiersplatz – ein Projekt aus dem Integrierten Handlungskonzept „Berg- und Talachse – Miteinander für Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg“.

Wie die momentane Situation aussieht? Durch den Strukturwandel im Einzelhandel weist der Obere Steinweg – im Gegensatz zum unteren Teil mit noch weitgehend intakten Strukturen aus Ladeneinzelhandel und Dienstleistung – etliche Leerstände in den Erdgeschossen auf. Und damit nicht genug. Auch gestalterische Mängel im privaten Bereich und im öffentlichen Raum sind vorhanden. Damit einhergehend ist ein zunehmender Bedeutungs- und Funktionsverlust des Teilraums in den vergangenen Jahren zu verzeichnen, heißt es dazu in der Beschreibung des Projekts. Gleichzeitig bieten sich jedoch aufgrund der historischen Bausubstanz, der Nähe zur Vicht und auch der guten Anbindung an die Altstadt und den Willy-Brandt-Platz Potentiale für eine städtebauliche Neugestaltung.

Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Bedeutungs- und Funktionsverlustes kommt dem Oberen Steinweg seit Beginn der Stadterneuerung in Stolberg (Stadtumbau West) eine vordringliche Bedeutung zu. Es besteht weitgehend Einvernehmen, für den Oberen Steinweg unter Berücksichtigung und Sicherung der noch bestehenden Betriebe neue Nutzungsperspektiven zu entwickeln und eigene städtebauliche Qualitäten – dies auch durch gezielte städtebauliche Interventionen im Gebäudezustand – zu schaffen.

Ein neuer Quartiersplatz soll im Steinweg entstehen. Die Arbeiten dafür haben bereits begonnen. Die Garagen in der Stielsgasse wurden bereits abgerissen. Foto: ZVA/Sonja Essers

Und was soll sich in Zukunft ändern? Neben dem städtebaulichen Entwicklungskonzept bildet auch die in 2016 erstellte Machbarkeitsstudie für das Quartier Steinweg/Mühlenstraße/Stielsgasse/An der Krone eine wichtige Grundlage. In der Machbarkeitsstudie für das Quartier wurde untersucht, inwieweit sich unter Einbeziehung einzelner, nicht minder genutzter Grundstücke eine Verbesserung der verkehrlichen, gestalterischen und städtebaulichen Situation herbeiführen lässt.

Aus dem bisherigen Stadtumbauprozess resultieren ein neuer Quartiersplatz auf der Höhe der Gebäude Steinweg Nummer 38 und 40 sowie die Gestaltung des Eckbereichs Steinweg/Stielsgasse einschließlich des vorhandenen Platzes. Daneben ist auch für den Eckbereich Steinweg/Mühlenstraße einschließlich des Anbaus an das Gebäude Nummer 56 ein Eingriff in den Stadtgrundriss zur Verbesserung und nachhaltigen Stärkung des Standortes geplant.

Das Eckgrundstück Steinweg/Mühlenstraße ist sowohl Bestandteil des Entwicklungskonzeptes als auch der Machbarkeitsstudie und wurde in diesem Zusammenhang bereits in 2016 in die konzeptionell-planerischen Überlegungen einbezogen, durch die Gestaltung unterschiedlicher Räume entlang des Steinwegs eine attraktive städtebauliche Platzfolge herzustellen.

Die Umsetzung der Maßnahme wird als Gesamtpaket dargestellt. Das bedeutet, dass neben den notwendigen Grunderwerbsvorgängen auch die Kosten der Freilegung sowie die Herstellungs- und Planungskosten berücksichtigt werden. Der Umsetzungszeitraum ist übrigens zwischen 2021 und 2023 geplant.

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