Stolberg: 50-jährige Frau brutal überfallen

Stolberg: 50-jährige Frau brutal überfallen

Die Brutalität, mit der die Täter vorgegangen sind, stuft selbst die Polizei als ungewöhnlich hoch ein. Das Gesicht der Unternehmerin Monika Lück aus Stolberg ist grün und blau geschlagen; ein Auge ist zugeschwollen, die Lippe musste genäht werden.

Die Unbekannten traktierten sie derart mit Tritten und Fäusten, dass in der Folge nun Zähne locker sitzen und die 50-Jährige außerdem eine Gehirnerschütterung davontrug.

Der Überfall ereignete sich am Mittwoch gegen 23.30 Uhr im Kupferhof Rosental an der Rathausstraße. Als die 50-Jährige ihre Wohnung im Kupferhof betrat, standen ihr plötzlich mindestens zwei maskierte Unbekannte gegenüber. Einer der Täter habe ihr sofort mit der Faust ins Gesicht geschlagen. „Die haben auf mich noch eingeprügelt, als ich schon auf dem Boden lag”, berichtet Monika Lück fassungslos.

Mit letzter Kraft sei es ihr gelungen, einem der Täter, der ihr den Mund zugehalten habe, in die Genitalien zu treten. Worauf dieser von ihr abgelassen habe und sie um Hilfe rufen konnte. Ihr Sohn und dessen Freundin, die in der Wohnung nebenan wohnen, hörten den Hilferuf. „Als mein Sohn mit einem Messer in der Hand auftauchte, sind die Täter geflüchtet”, sagt Lück.

Nach ersten Erkenntnissen erbeuteten die Täter u.a. Bargeld. Die sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung der Polizei blieb erfolglos, aber die Ermittlungen werden im Hinblick auf die hohe Gewaltbereitschaft mit Nachdruck betrieben, erklärt der Pressesprecher der Aachener Polizei: „Überfälle, wie dieser, machen mich sehr betroffen”, sagt Karl Völker. „Solche Überfälle können ganze Familien zerstören. Viele der Opfer trauen sich nicht mehr aus dem Haus und fühlen sich in den eigenen vier Wänden nicht sicher.”

Die Täter werden als ca. 20 bis 25 Jahre alt und schlank beschrieben; sie waren schwarz gekleidet und ihre Gesichter maskiert. Sie sollen ca. 170 cm groß sein; einer der Täter soll auffällige Lackschuhe getragen haben. Wer gegen 23 Uhr am Mittwoch auf der Rathausstraße verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten diese dem Kriminalkommissariat 32, Telefon 9577-33201 (-34210 außerhalb der Bürodienstzeiten) mitzuteilen.

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