Erweiterung des Kreißsaal-Komplexes: 1,2 Millionen fürs Gesundheitszentrum

Erweiterung des Kreißsaal-Komplexes : 1,2 Millionen fürs Gesundheitszentrum

Das Bethlehem-Gesundheitszentrum Stolberg erhält rund 1,2 Millionen Euro Fördermittel aus dem Krankenhausstrukturfonds. Das Geld, vom Bund und vom Land je zur Hälfte finanziert, ist für den Erweiterungsbau des Kreißsaal-Komplexes vorgesehen, der rund 2 Millionen Euro gekostet hat. Auch die Stadt Stolberg bezuschusst das Bauvorhaben mit 200.000 Euro.

Regierungspräsidentin Gisela Walsken überreichte am Mittwoch den Bewilligungsbescheid in Höhe von 1,255 Millionen Euro an Dirk Offermann, Geschäftsführer des Bethlehem-Gesundheitszentrum Stolberg.

Die Kooperation des Stolberger Bethlehem-Krankenhauses mit dem sieben Kilometer entfernten St.-Antonius-Hospital in Eschweiler auf dem Gebiet der Frauenheilkunde hat 2016 zur Entwicklung des „RegioNetzwerks für die Frau“ geführt. Die Geburtshilfe konzentriere sich seitdem auf den Standort Stolberg, während alle planbaren gynäkologischen Eingriffe in Eschweiler durchgeführt werden. Dadurch können Ressourcen besser genutzt, die Versorgungsqualität erhöht und zugleich Vorhaltekosten drastisch reduziert werden, heißt es vonseiten des Betlehem-Gesundheitszentrums.

„Das ,RegioNetzwerk für die Frau’  ist eine tolle Möglichkeit, die Strukturen in der Krankenhausversorgung zu verbessern“, sagt Regierungspräsidentin Gisela Walsken. Mit den Mitteln des Krankenhausstrukturfonds sollen Vorhaben der Länder zur Verbesserung der Krankenhausversorgung gefördert werden. Ziele sind der Abbau von Überkapazitäten, die Konzentration von stationären Versorgungsangeboten und Standorten sowie die Umwandlung von Krankenhäusern in nicht akutstationäre Versorgungseinrichtungen, wie das Gesundheitszentrum weiter mitteilte.

„Der Grundgedanke des Krankenhaustrukturfonds ist von beiden Häusern im besten Sinne und in Eigeninitiative umgesetzt worden“, betont die Regierungspräsidentin weiter. „Ich hoffe, dass der Impuls, der von diesem Zusammenschluss ausgeht, weitere Häuser motiviert, um über Synergien nachzudenken.“

Geburten nach neun Monaten

Auch für Dirk Offermann hat die Unterstützung aus dem Krankenhausstrukturfonds Signalwirkung: „Wir haben mit dem ,RegioNetzwerk für die Frau’ den politischen Willen aktiv umgesetzt und gestaltet. Es war anfangs viel Überzeugungsarbeit nötig, aber es hat sich gelohnt. Vor allem freut mich, dass dieses Engagement nun auch gewürdigt wird und wir als Krankenhaus unterstützt werden“, so der Geschäftsführer.

Bereits vor dem Zusammenschluss sei das „Bethlehem“ das geburtenstärkste Krankenhaus in der Aachener Region gewesen. „Es war klar, dass wir einen neuen Kreißsaal-Komplex nach modernsten Erkenntnissen errichten mussten, um optimale Rahmenbedingungen für die Versorgung der Frauen zu schaffen“, sagt Offermann. Nach neun Monaten Bauzeit kamen im neuen Kreißsaal im April 2018 bereits die ersten Kinder zur Welt.