Würselen: Zwischenbilanz: Burg Wilhelmstein wird gut gebucht

Würselen : Zwischenbilanz: Burg Wilhelmstein wird gut gebucht

Die Freilichtbühne in Bardenberg ist eine beliebte Veranstaltungsstätte für Konzerte, Kabarett und Kino. Hans Brings vom Büro der Burg Wilhelmstein zieht in der laufenden Saison im Interview mit Markus Roß eine erste Zwischenbilanz.

Markus Roß: Herr Brings, nach einer kurzen „WM-Pause“ startete das Programm auf der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein erneut so richtig durch. Aber bereits in den vergangenen Wochen erlebten die Besucher vor wunderbarer Kulisse schon einige kulturelle Leckerbissen. Wie lautet ihr Fazit zum bisherigen Verlauf der Open-Air-Saison auf der Burg?

Hans Brings: Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Das tolle Sommerwetter hat uns — natürlich neben der Programmauswahl (lacht) — in diesem Jahr gut unterstützt. Die neu angebrachten Rückenlehnen an den Sitzbänken machen auch längere Veranstaltungen für die Besucher noch angenehmer.

Roß: Mit dem Kinohit des Sommers „Mamma Mia — Here weg o again“ und Konzerten mit Max Mutzke, Monopunk und Marialy Pacheco geht es im August direkt mit einigen Top-Acts weiter. Insgesamt 22 Veranstaltungen stehen bis Mitte September noch an. Welche Künstler sollte man keinesfalls verpassen? Und gibt’s noch Karten im Vorverkauf?

Brings: Das Programm ist in diesem Jahr noch vielseitiger aufgestellt, so dass für alle Besuchergeschmäcker etwas dabei sein sollte. Die erste „Mamma Mia“-Veranstaltung ist schon ausverkauft, aber wir haben nach den Ferien am 13. September noch eine Zusatzveranstaltung ins Programm eingefügt. Auch die anderen Filme versprechen wunderschöne Erlebnisse. Musikalisch kommen mit Max Mutzke und Götz Alsmann — hier gibt es leider nur noch Stehplatzkarten — sowie dem Südtiroler Herbert Pixner noch Schwergewichte zur Freilichtbühne. Aber insbesondere für Jazzfreunde sind die Konzerte mit Marialy Pacheco, Christoph Titz und dem Tingvall Trio ganz besondere Konzerte. Nicht zuletzt freuen wir uns noch einmal auf einen spanischen Flamenco-Abend mit Maria Serrano und ihren Ensemble, die schon häufig auf der Freilichtbühne begeistert hat.

Roß: Sie sagten es bereits, am 24. August reist der Südtiroler Musiker Herbert Pixner mit seiner neuen Show „Electrifying music from the Alps“ nach Würselen. Diese Formation, auch auf den ganz großen Bühnen zu Hause, ist längst kein Geheimtipp mehr. Wie schaffen Sie es immer wieder, solche Künstler für die „beschauliche“ Burg Wilhelmstein zu verpflichten?

Brings: Den Tipp, einmal bei Herbert Pixner anzufragen, habe ich von Georg Palm aus Würselen, einem Mitglied der Band „Schlagsaitenquantett“ bekommen. Die Verhandlungen mit der Agentur waren etwas schwierig, aber wir sind hartnäckig geblieben und haben die Zusage für die Tour bekommen. Hartnäckigkeit alleine und das Pfund, mit einer der schönsten Veranstaltungsstätten in Deutschland wuchern zu können, reicht aber oft auch nicht aus. Die Gagen und alle anderen Kosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen, so dass es auch immer schwieriger wird, gute und interessante Bands und Künstler zur Freilichtbühne zu holen.

Roß: Kurze Frage zum Schluss: Welches sind ihre persönlichen Highlights im Burg-Programm der nächsten Wochen?

Brings: Schwierige Frage, da ich mich natürlich auf alle von uns geplanten Veranstaltungen freue. Sicher haben wir zu den Künstlern Götz Alsmann und seiner Band, Christoph Titz und Marialy Pacheco in den Jahren eine besondere Beziehung aufgebaut und da freuen sich alle immer auf das Wiedersehen.

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