Alsdorf: Zwischen Motoren und Grubenwerkzeug

Alsdorf: Zwischen Motoren und Grubenwerkzeug

Es soll etwas getan werden für Kinder und Jugendliche in Alsdorf: Ganz egal wie die Kommunalwahl im August ausgeht, gemeinsam mit der SPD und deren Jugendabteilung stellte Schirmherr und Bürgermeisterkandidat Alfred Sonders jetzt den Auftakt für ein ganz besonderes Projekt auf die Beine - eine Disco für Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren, die nun in regelmäßigen Abständen stattfinden soll.

Im Fördermaschinenhaus des „Energeticon” konnte zwischen Schalttafeln, Motoren und altem Grubenwerkzeug richtig abgefeiert werden. Bei fetzigen Beats sowie tollen Breakdance- und HipHop-Tanzeinlagen konnte man bei der „Springtime Party” so richtig Spaß haben und einen tollen Abend mit vielen Freunden verbringen.

Das ganze soll keine einmalige Aktion sein, wie Sonders verdeutlichte: „Wir wollen wieder einen regelmäßigen Discotreff, auch in den einzelnen Ortsteilen, einführen. Ähnlich wie es ihn früher in meiner Jugend schon gab, allerdings angepasst an die Anforderungen der heutigen Zeit. Kinder und Jugendliche sollen wieder Anlaufpunkte für den persönlichen Kontakt haben. Ich weiß aus eigener Erfahrung dass wir genug Räumlichkeiten haben, aber leider nicht ausreichend Veranstalter - mit Sicherheit können wir auf diesem Weg einen Anstoß geben.”

Auch über Verbesserungsmöglichkeiten denkt man bereits nach: Bei der nächsten Party, nach den Sommerferien, will man auch Jugendliche zwischen zwölf und 14 Jahren ansprechen. Bei drei Euro für Eintritt und ein Freigetränk seien solche Feten, gerade für Jugendliche in diesem Alter, eine willkommene Alternative zum Alltagsprogramm.

Dass ihm die Jugend besonders am Herzen liegt, machte Sonders ebenfalls deutlich: „Wir wollen nicht nur fordern oder davon sprechen, dass etwas getan werden muss. Wir wollen selber aktiv werden und etwas tun. Dieser Ort hier ist für Alsdorf von ganz besonderer Bedeutung: Hier feiert heute eine Generation, die den Bergbau nicht mehr miterlebt hat, in den Einrichtungen, in denen früher vielleicht Vater oder Großvater gearbeitet haben. Wir sind davon überzeugt, dass solche Veranstaltungen bald zum festen Erscheinungsbild der Stadt gehören.”

Der Erlös der Fete ging übrigens an die AKiFa: eine Alsdorfer Initiative, die unter anderem für eine warme Mahlzeit für alle Schüler in Alsdorf sorgt. Der Termin der nächsten Party wird im Internet bekannt gegeben. Dort gibt es auch weitere Infos für Jugendliche und Eltern. (phb)

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