Zweiter Abschnitt Neubaugebiet Südwest Baesweiler

Neubaugebiet Südwest Baesweiler : Hoher Bedarf an Wohnraum

Wie schon im vorausgegangenen Bau- und Planungsausschuss legten die Parteien von „Grünen“ und „Linken“ ihr Veto in der Stadtratssitzung gegen den Vorentwurf des Bebauungsplanes 112 ein.

Im Gebiet Baesweiler „Südwest“ (Kloshaus) ist der zweite Bauabschnitt in Planung. Im ersten Bauabschnitt wird rege gebaut. Dieses Areal „läuft schnell zu“. Nun soll das insgesamt 20 Hektar messende Baugebiet im zweiten Abschnitt in Angriff genommen werden.

Es soll sich, wie die Technische Dezernentin Iris Tomczak-Pestel bereits im Fachausschuss erklärt hatte, um eine Fortführung des ersten Teils handeln. „Wir setzen an den Grundprinzipien an“, erklärte Tomczak-Pestel. Auch hier soll eine Einzel- und Doppelhausbebauung erfolgen.

Der soziale Wohnungsbau sieht Häuser in einer Größenordnung von maximal zehn Wohneinheiten vor. Der im Bau befindliche Kindergarten im Abschnitt 1 soll dann auch nochmals großflächig erweitert werden. Grünen-Fraktionschef Rolf Beckers betonte erneut: „Wir müssen auch an die zukünftigen Generationen denken und noch Grünflächen freihalten.“ Das gehe ihm alles viel zu schnell, monierte er, dass Schüler der weiterführenden Schulen nach Alsdorf „abwandern könnten“.

Ihre Enthaltung in den späteren Abstimmungen begründeten die Grünen auch damit, „die ÖPNV-Anbindung ist noch gar nicht angesprochen worden“. Des weiteren bemerkte Beckers, „viele Punkte entsprechen unseren Vorstellungen ganz und gar nicht“. Die Ausweisung neuer Baugebiete lehnte Marika Jungblut (Linke) gänzlich ab. „Wir sind nicht der Meinung, neue Baugebiete haben zu müssen“, sieht sie noch „viele Leerstände“ im Stadtgebiet Baesweiler.

„Zeigen Sie uns doch mal diese Leerstände“, forderte Bürgermeister Dr. Willi Linkens die Sprecherin auf und verwies darauf, dass es „hier nicht um Gewerbeflächen sondern um Wohnraumschaffung geht“. Unterstützung für die Absichten, neuen Wohnraum zu schaffen, bekam die Stadt neben der CDU (Wolfgang Scheen: „Das Baugebiet zu erweitern ist völlig richtig, zumal wir auch den sozialen Wohnungsbau stärken“) von der SPD.

Fraktionschef Markus Schallenberg betonte: „Der Wohnungsmarkt steht unter hohem Druck, mietbaren Raum zu schaffen. Der Bedarf für einen zweiten Bauabschnitt ist unbedingt da.“ Hans-Dieter Reiprich (FDP) signalisierte ebenfalls Zustimmung und unterstrich nicht so ganz ernst gemeint: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal mit der SPD auf einem Level sein würde.“

Linkens hatte zwischenzeitlich noch herausgestellt: „Mir ist es schon sehr wichtig, dass unsere Bürger nicht mal sagen, dann müssen wir eben in eine andere Stadt gehen“. Mit der Mehrheit von CDU, SPD und FDP wurden die Enthaltung der Grünen und die Ablehnung der Linken überstimmt.

(mali)
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