Baesweiler: Zollabo: Ein Internetforum für kreative Köpfe

Baesweiler : Zollabo: Ein Internetforum für kreative Köpfe

Ein Computerspiel entwickeln oder ein Musikprojekt starten: Viele Menschen haben kreative Ideen, doch mangelt es häufig an der Umsetzung. Nicht zuletzt weil ein Partner mit den nötigen Fähigkeiten fehlt. Um dieses Problem anzugehen, hat Christian Roeszies aus Baesweiler eine Internetseite programmiert.

Weltweit können sich kreative Köpfe dort vernetzen, ihre Ideen vorstellen und mit ihren Projekten an die Öffentlichkeit gehen. Zollabo.com nennt sich die Seite, eine Abwandlung des englischen Wortes „collaboration“, was übersetzt Zusammenarbeit heißt.

„Ich wollte selbst mal ein Computerspiel programmieren, aber dann habe ich gemerkt, dass mir das Wissen für die grafischen Elemente fehlt“, sagt der 25-Jährige. So wurde die Idee für die Website geboren, auf der zurzeit nur auf Englisch kommuniziert wird.

„Fast anonym“

Diese ist nun seit rund drei Wochen online. Mittlerweile hat Roeszies schon Kontakt zu einem Musiker aus New York, der eine App entwickeln will und entsprechende Unterstützung sucht. „Wir haben sogar schon telefoniert“, sagt er.

Anmelden kann sich auf der Seite jeder — „fast anonym“, wie Roeszies sagt. Nur eine E-Mail-Adresse muss hinterlegt werden zusammen mit einem Benutzernamen. Die Angabe des echten Namens, des Standorts und der Social-Media-Profile ist optional.

Finanziert wird die Entwicklung der Seite durch Crowdfunding, also Spenden. „Ich wollte Leute dazu ermutigen, dass sie ihre Ideen umsetzen, sie öffentlich machen“, sagt Roeszies, der an der Fachhochschule in Aachen Informatik studiert.So auch bei seinem zweiten Projekt. Das ist aktuell noch in Arbeit, soll in der Anfangsphase auf Baesweiler begrenzt sein und richtet sich vor allem an künstlerisch Begabte: die Baesweiler Creative Group. Eine weitere Website, die kreative Köpfe zusammenbringt.

Künstler, Mode- und Webdesigner aus der Region sollen sich auf der Plattform austauschen können. „Und auch untereinander konstruktive Kritik äußern können“, meint Roeszies — anders als es auf Sozialen Netzwerken der Fall ist, wo häufig blindlings Beleidigungen geäußert werden. „Wenn die Plattform gut angenommen wird, kann man natürlich auch über eine Ausweitung des Gebiets nachdenken“, sagt der Programmierer.

(nt)
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